Was tut man, wenn die bösen Erinnerungen einen nicht los lassen, wenn die Anspannung sich weigert unter die Hochspannungsgrenze zu fallen, wenn Übelkeit und Bauchschmerzen sich nicht vertreiben lassen? Richtig. Aufräumen. Und so ist mein Wohnzimmer nun wieder heufrei, mein Sitzsack ist ins Schlafzimmer gewandert und die Wäsche vom Wäscheständer in den Schrank. Es ist nun halb 4, ich bin hundemüde, die Anspannung pendelt zwar immer noch bei über 70 rum, aber ich habe das Gefühl, dass ich es schaffen kann ohne mich zu verletzen. Gegen die Übelkeit habe ich nun mcp genommen, gegen die Bauchschmerzen werde ich mir gleich das Heizkissen auf den Bauch legen, wenn ich mich ins Bett kuschel. Gutes tun. Entgegengesetzt handeln. Auch ein Skill. Tag für Tag. Schritt für Schritt. Skill für Skill. Das hätte ich auch gerne als Zettel zum aufhängen. Auch wenn es manchmal nicht Tag für Tag, sondern Minute für Minute ist.
Und nun gehe ich ins Bett. Zu Kuscheldecke, Heizkissen und Pummeleinhorn. Und zwar lächelnd und Stolz, weil ich einen weiteren Tag geschafft habe ohne mich zu verletzen. Und selbst wenn ich wieder schneiden sollte, diese Tage kann mir niemand nehmen. Diese Tage und die Kraft und den Mut, den sie mir geben.
Ich kann das schaffen. Ich kann so vieles schaffen. Chakka!

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