Seit gestern lässt mich etwas nicht los, dass ich eigentlich gar nicht schreiben wollte, eigentlich am liebsten unter „mal wieder kranke Gedanken“ abhaken möchte.
Als ich gestern zum zweiten Mal in der Klinik anrief und nach Schwester Nathalie fragte, meinte Pfleger Thorsten „Einen Moment“, legte das Telefon beiseite und ich höre ihn im Hintergrund leise „Frau Zitrone“ sagen. Dann kommt er wieder ans Telefon und sagt mir, dass er Schwester Nathalie nicht finden kann.
Und nun beginnt das Chaos. Zu wem sagt er, dass ich am Telefon bin, wenn sie doch nicht da ist. Ich komme damit klar, wenn man mir sagt, jemand hat keine Zeit. Auch damit, wenn man mir sagt, dass ich es alleine versuchen soll. Nur nicht mit Lügen. Ich weiß nicht, ob mein Kopf sich da was zusammen spinnt, oder ob es wirklich so war. Es hat mich nur schlecht schlafen lassen, trotz der 4fachen Dosis meiner Abendmedis, es treibt mich um und hat sich festgebissen und lässt mich nicht mehr los. Und natürlich will ich direkt völlig überreagieren. Dort anrufen, sagen, dass ich nicht mehr kommen werde. Alles hinwerfen, weil ich mich hintergangen fühle.  
In den ganzen Jahren der Therapie habe ich gelernt, dass ich sowas ansprechen muss. Dass ich es klären muss, um selbst klar zu kommen und nicht in einem impulsiven Moment alles hinzuwerfen. Nur ist mir momentan mehr danach einfach völlig impulsiv und destruktiv handeln als nach allem anderen. Dhegsishvejflfplsnehwoahbf! Scheißdreck. Alles.
Tief einatmen und ausatmen. Nachher mache ich mich fertig und fahre in die Hauptstadt. Von da aus kurz zu Mama und Schwesterherz, dann zurück in die Hauptstadt zum Konzert. Ich hoffe ich kann es genießen, kann abschalten und vergessen, was momentan so in meinem Kopf ist.
Und gleich rufe ich mal beim Tierarzt an für den Entmannungstermin von Mr. Mau.

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