Die vorletzte Nacht war grausam. Ich kam nicht zum einschlafen, ich habe mich von einer Seite auf die andere gedreht, bin aufgestanden, wieder ins Bett, Dr. House an, wieder aufgestanden, etwas trinken, aufs Klo, eine rauchen, wieder ins Bett, Hörbuch an, von einer Seite auf die andere drehen, wieder aufstehen, nochmal House an. Irgendwann wurde es draußen hell und die Vögel begannen zu zwitschern und ich war immer noch wach. Der Zitronenkater schlief die ganze Nacht über wie ein kleiner Stein, ließ sich nicht davon beeindrucken, dass ich so unruhig war, kommentierte es höchstens mit einem lauten Ausatmen. Als ich endlich einschlief war es schon fast 7. Dementsprechend kurz war mein Tag dann gestern. Aufwachen, einige Zeit brauchen um wirklich wach zu werden, Tiere füttern, anziehen und kurz darauf mit N. los in die Altstadt. Dort sind wir ein wenig durch die Geschäfte gebummelt und haben uns schließlich einen Platz vor einer Kneipe gesichert mit gutem Blick auf den Fernseher für das anstehende Fußballspiel. Irgendwann sind K. und S. dann eingetrudelt und wir hatten einen schönen Fußballabend. Ich brauche übrigens dringend Skills für sowas, meine Fingernägel haben sehr gelitten unter 90 Minuten + Verlängerung + Elfmeterschießen. Und auch als letztendlich der Gegner gewonnen hatte (unverdient!!!) haben wir uns die gute Laune nicht nehmen lassen, noch etwas getrunken und sind schließlich in Richtung Autos gezogen. Zuhause war ich gewaltig müde. Seltsame Nacht zuvor + Alkohol + nervenaufreibendes Spiel haben ihre Wirkung getan und ich bin einfach nur müde ins Bett gekippt. Zitronenkater beschloss, dass eine durchgeschlafene Nacht für ihn genug ist und fing an sämtliches Spielzeug aus allen Himmelsrichtungen ins Bett zu tragen. Ich habe irgendwann angefangen die Mäuse und Bälle unter meinem Kopfkissen zu verstecken, in der Hoffnung er gibt auf und wird ruhiger. Pustekuchen. Er fand immer wieder neue Mäuse und Bälle, bis ich ihn letztendlich auf mir weitertoben ließ, Dr. House ein wenig lauter stellte und die Augen schloss. Irgendwann wurde dann zum Glück auch er müde, rollte sich auf meinen Beinen zusammen und wir schliefen beide ein. Heute morgen beschloss er dann relativ früh, dass der Schlaf schon wieder ausreicht und begann an meinen Zehen zu knabbern, mir in die Nase zu beißen und kläglich zu miauen. Im Halbschlaf begann ich schließlich ihn zu kraulen und er kuschelte sich zu mir aufs Kopfkissen und ließ sich noch zu ein paar Minuten Schlaf überreden. Heute werde ich nicht viel tun. Rumhängen, fernsehen, Kater kraulen. Zu mehr bin ich nicht in der Lage.

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