Liebe J., als ich vor einigen Tagen in den Medien las, dass eine junge Frau an einer Überdosis Drogen starb, da musste ich an dich denken. Du warst schon so oft mit einer Überdosis im Krankenhaus und danach hier in der Klinik. Hier haben wir uns kennen gelernt, haben uns ein paar Mal das Zimmer geteilt, uns auch ab und an außerhalb der Klinik gesehen. Dein Körper war übersät von den Narben, den Spuren deiner Kämpfe, schon lange weiß und verblasst, weil du begonnen hattest deinen Frieden  in den Drogen zu suchen.
Nun hat Schwester Kirsten bestätigt, was wir alle hier befürchtet haben. Du bist es wirklich, du bist die junge Frau, die dort erwähnt wurde.
Seit ich dich kenne hast du versucht zu sterben. Nun hast du es geschafft, ob beabsichtigt oder nicht. Ich wünsche dir einfach nur, dass es dir gut geht dort wo du nun bist, dass du frei bist von all den Dingen, die dich hier so umgetrieben haben.
Mach’s gut. Bis wir uns wiedersehen.

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