Gestern beschloss mein Magen, dass er grade einfach keine Lust mehr hat richtig zu funktionieren. Und so habe ich viele Stunden zwischen Bett und Bad verbracht, zwischendurch auch auf dem Boden, weil mein Kreislauf nicht mehr wollte. Am Abend aber ich mir die doppelte Dosis meiner Medis eingeworfen, weil ich so müde war von dem Kampf in meinem Körper, dass ich nur noch schlafen wollte. Heute morgen bin ich dann halbtot aus dem Bett gekrabbelt, wieder zwischen dort und Bad gependelt. Mittags habe ich versucht mich in den Supermarkt zu schleppen, habe mir Cola und Salzstangen besorgt, damit wenigstens irgendwas in mir ist und mein Kreislauf nicht wieder kollabiert. Und tatsächlich hat es funktioniert, nach ein paar Salzstangen und einem Haufen Cola ging es mir irgendwann besser. Ich habe mich unter die Dusche gestellt, lange. Noch ein wenig geschlafen. Noch ein paar Medikamente für meinen rebellierenden Magen genommen. Und mich dann doch noch für 2 Stunden an den Strand bewegt, bin ein bisschen im Meer geschwommen, habe mit Schwester und Schwager in Spe eine Sandburg gebaut und mich ein wenig gesonnt. Zum Abendessen bin ich trotzdem nicht gegangen. Genauso wenig wie zu Frühstück und Mittagessen. Und gestern zum Abendessen auch nicht. Stattdessen habe ich mir nochmal ein paar Salzstangen besorgt, mit meiner Familie Kniffel gespielt und liege nun auf dem Bett meiner Schwester und schaue TV.

Und ich habe das tiefe Bedürfnis mir eine Höhle in einen Berg zu graben und dort zu bleiben für den Rest meines Lebens. Ohne Nachrichten, ohne Internet und TV und Zeitungen. Ich finde es erschreckend, wie sehr Menschen andere Menschen hassen können um solche Taten auszuüben. Und das denke ich mir so oft. Bei 9/11. Wenn ich mit einem Flüchtling spreche. Utøya. Nizza. Würzburg. München. Es gibt so unzählig viele schlimme Dinge jeden Tag auf dieser Welt. Mein Kopf mag einfach nicht mehr.

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