Heute

Vor ein paar Jahren war mein Leben noch so anders. Mein Alltag bestand aus Überleben, aus dem Kampf gegen die Selbstverletzung, aus Klinik und Suizidgedanken.

Heute studiere ich. Sitze im Fakultätsrat meiner Hochschule. Ich verletze mich nicht mehr. Die Suizidalität ist in den Hintergrund gerückt.

Der Halt, den die Klinik mir so lange gegeben hat und den ich so lange gebraucht habe, ist nicht mehr wichtig. Diesen Halt finde ich zuhause, finde ihn bei Frau Schatz, finde ihn teilweise in mir selbst.

Ich lebe mein Leben. Und habe meinen Vater daraus völlig verbannt. Ich schütze mich selbst, so schwer es mir auch manchmal fällt, aber ich bin frei.

So viel ist passiert. Ich habe so viel geschafft. Ich bin an einem ganz anderen Punkt. Heute hat mir jemand gesagt, dass ich daran denken soll. Es aufschreiben soll.

Ich studiere. Ich sitze im Fakultätsrat. Und im Senat.

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