I made the most of all this sorrow 

Bahnfahrten während des Streiks haben was von Abenteuer. Wo kommt man an und vor allem wann?
Bewaffnet mit Zigaretten, Kindle, Trinken und Ersatzakku bin ich zumindest gut gerüstet.
Morgen muss ich wieder in die Hauptstadt, Therapie steht an. Ein sehr seltenes Ereignis. Zwischen dem letzten Mal und morgen liegen ein Umzug, 2 Klinikaufenthalte, gefühlt 4000 Momente und Augenblicke und Geschehnisse. Aber etwas ist neu: es gibt eine Perspektive. Einen Plan, eine Aussicht.
Noch kann ich mir nicht vorstellen irgendwann wieder auf den Beinen zu stehen. Stabil zu sein. Auch wenn es zwischendurch immer mal wieder Tage gibt, an denen ich mich stabil und stark und gut fühle. Leider aber noch viel zu selten. Akzeptieren, dass ich eben nicht mal kurz ’ne Erkältung habe die schnell wieder weg geht und sich mit etwas Bett und Suppe auskurieren lässt, fällt mir immer noch unglaublich schwer.
Dass da als Diagnose eine Persönlichkeitsstörung steht, die eben nicht unbedingt als heilbar gilt und eine unglaublich hohe Sterberate hinter sich her zieht, dass weiß ich. Vom Kopf her. Trotzdem denke ich mir oft, dass es doch soooo schlimm gar nicht ist. Dass ich vor noch nicht mal 3 Monaten auf der Intensiv lag vergesse ich dabei auch mal gerne.
Es ist eben nicht mal eben ein Schnupfen.

Go on alone 
Because I won’t follow 
This isn’t giving up, no, this is letting go

Out with the old dreams I’ve borrowed 
The path I carve from here on out will be my own 
This path will be my own

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