Alternativen für die Stunden und Minuten, die dich quälen

Heute bin ich nur schwer in der Welt angekommen. War ziemlich mitten in der Nacht wach, konnte einige Stunden lang nicht mehr einschlafen, erst gegen Morgen. Dementsprechend spät bin ich dann aus dem Bett gekommen.
Nun sitze ich am Bahnhof, warte auf mein Schwesterherz, genieße die Sonne und das Gefühl wieder mal hier zu sitzen. Ich war schon lange nicht mehr hier, durch den Umzug ist der Bahnhof eins weiter nun mein Hauptdrehpunkt nach irgendwo hin. Und ich kann hier sitzen, den Bussen zusehen die in die „alte“ Richtung fahren, und es tut nicht mehr weh.
Gestern war ich enorm gereizt als ich endlich ankam Zuhause. Durch den Streik stecken in jeder Bahn die fährt nun deutlich mehr Menschen, ich laufe verletzungsbedingt immer noch mit Verbänden um beide Arme rum, und die Leute haben unglaublich gestarrt. Nicht mal eben so neugierig geschaut, sondern wirklich geglotzt ohne Ende. Das hat mich ziemlich auf die Palme gebracht, normalerweise macht mir das ja nichts aus. Aber vielleicht bin ich da momentan einfach auch etwas empfindlicher.
Mal sehen ob das Schwesterherz Lust auf irgendwas zu essen hat, ich bin heute unglaublich einfallslos. Irgendwie habe ich Lust auf so vieles und doch auf nichts. Ist wohl mal wieder an der Zeit ein Kochbuch zu wälzen.

Und mittlerweile ist es Abend und ich habe es vorhin nicht mehr geschafft hier weiter zu schreiben.
Der Tag war schön, mit Schwesterherz und Sandwich und nachher noch Freund von Schwesterherz und Baumarkt. Es war ein toller Tag, gut für mich und Balsam für die Seele. Und nun stürze ich wieder ab, falle haltlos ins Dunkel. Ich mag aufgeben, mag einfach nicht mehr kämpfen. Ist doch furchtbar, dieses hoch und runter, das kostet so enorm viel Kraft. Ach, alles scheiße.

Ich bin schon viel zu lange wach
Viel zu lange offene Augen
Zuviel Tage ohne Nacht
Ich bin schon viel zu lange wach

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