And hey, I know that you can find a way

3 Tage Weihnachten sind (fast) vorbei. Ich habe es überstanden. Von den Gefühlen her macht es das aber nicht besser.
Besser wird es dadurch, dass ich wieder Zuhause bin. Ich habe mich mit Kuscheldecke auf dem Sitzsack eingekuschelt, habe den Tatort an, habe mein Pummeleinhorn im Arm und das Heizkissen auf dem Bauch wegen furchtbarem Bauchgefühl.
Katerkind weicht endlich wieder mehr als zehn Zentimeter von meiner Seite und beschnuppert die Sachen, die ich bei Mama dabei hatte. Scheinbar riechen sie sehr interessant.
Morgen will ich ausschlafen und dann den Tag nutzen, um das Chaos zu beseitigen, dass Katerkind veranstaltet hat. Vielleicht finde ich die Deko aus meiner Kerzenschale ja wieder, von 15 Kugeln sind nur noch 2 da, die anderen hat er irgendwo versteckt. Außerdem hat er mir mal wieder den gelben Sack ausgeräumt.
Ich will waschen und muss die Wohnung kehren, meine Nachbarin verteilt das Heu für die Quietschies nämlich nicht nur im Käfig sondern auch immer im halben Wohnzimmer.
Vielleicht gehe ich auch ein bisschen vor die Türe, ich muss mich ablenken von dem hinter mir liegenden Weihnachtswahnsinn und dem vor mir liegenden Silvester. Ich hoffe, dass ich endlich mal wieder eine Nacht schlafen kann, ohne dass ich von meinem Vater träume. Ich wache morgens nicht erholt auf, ich drehe mich in der Nacht von einer auf die andere Seite und wache jedes Mal auf, wenn ich auf der linken Seite liege, weil das Piercing dann schmerzt. Langsam laufe ich ein wenig zombiemäßig durch die Gegend, weil die Nächte mir nicht die Möglichkeit geben ruhig zu schlafen.
Ich würde so gerne schneiden. Nur ein klein wenig, damit ich tief und entspannt schlafen kann, damit der Druck weg ist. Aber ich versuche es nicht zu tun, lenke mich ab, skille. Auch wenn ich teilweise denke, dass es doch eh sinnlos ist, je näher Silvester rückt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich verletze. Warum sollte ich dann nun kämpfen, dass es nicht passiert. Wirre Gedanken. Und trotzdem gebe ich mein Bestes um nicht zu schneiden.

She hides all the pain inside
By filling up her arms with pretty little lines
She cuts with no intent to kill
This time she didn’t do it
But someday she will

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