And is it possible to change? 

Ein weiteres Jahr geht langsam zuende. 

Ich finde, dass es unglaublich schnell verging. In Rückblick gesehen. Denn manche Momente und Tage und Wochen dauerten gefühlt ewig. Letztes Jahr habe ich Silvester in der Klinik verbracht. Weil ich wusste, dass es für mich schwer werden wird. Aus Selbstschutz. 

Dieses Jahr werde ich zuhause sein. Mit Freunden feiern. Ich freue mich darauf. 

Und trotzdem macht es Angst. Es ist so ein furchtbar sentimentaler Moment, es sind so furchtbar sentimentale Tage davor und danach. Dabei ändern sich eigentlich nur ein Datum. Sonst nichts. 

Manchmal würde ich Silvester einfach gern verschlafen. Den Tag davor und danach einfach verbringen wie jeden Tag und den Jahreswechsel einfach nicht mitbekommen und am nächsten Morgen aufstehen wie jeden anderen Morgen. Mich einfach vergraben, die Sentimentalität betäuben und einfach ignorieren, dass fast die ganze Welt feiert. 

Wouldn’t it be nice if change took just a moment?
Wouldn’t it be nice if it were that easy?
Midnight and we’re new. Midnight and the past erased. Midnight and we’re free. 

~twloha

Gestern  war ich dann doch produktiv. Ich habe gemeinsam mit der telefonischen Unterstützung der kleinen Hexe mein Altpapier klein gemacht und raus gebracht, meinen Küchentisch entchaotisiert, meine Kramschublade in der Küche aufgeräumt, die Meeris und das Katerklo sauber gemacht, die Wäsche angeschmissen und gerade in einem Anfall von „ich muss noch was tun“ das Bad geputzt.  

Heute wache ich mit fiesen Halsschmerzen auf und merke, dass Nase und Nebenhöhlen dicht sind. Prima. Neben den Weihnachtsgeschenken gab es von Mama also auch eine Runde Bazillen. Hmpf. Ich finde Kranksein einfach zum kotzen. Ich fühle mich schwach und angeschlagen und matschig. Ich bin absolut nicht auf der Höhe und funktioniere noch weniger als sonst schon. Bäh. 

Gleich muss ich mich wenigstens aufraffen und noch ein wenig weiter Ordnung schaffen, bevor ich irgendwann in die Hauptstadt fahre und meinen Silvesterbesuch aufsammel. Vielleicht kaufe ich unterwegs noch 3 Kilo Zitronen um meine Krankheit in Schach zu halten. 

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