and say you’ll never give up

Die letzten Tage war ich völlig out of order. In meinem Kopf war vor lauter Suizidgedanken kaum Platz für etwas anderes. Gestern Abend dachte ich echt, ich schaffe das nicht da durch.
Nach zwei Mal schneiden und drei Mal Bedarf war es dann endlich okay. Dementsprechend habe ich auch geschlafen, wie ein Stein bis zwölf Uhr.
Dann hab ich mich angezogen, Kram gepackt und bin heim. Unterwegs eingekauft, meine Meeris daheim verwöhnt und auf in die Hauptstadt.
Externe Festplatte für das Schwesterherz gejagt. Sonst wünscht sie sich nur, wie jedes Jahr, eine Oreo-Torte.
Außerdem war ich beim Sommerfest der Abteilung für offene Kinder- und Jugendarbeit des Jugendamts, bei der ich mein Anerkennungsjahr gemacht habe. Nun hab ich ein Hennatattoo über die ganze Hand, hab mir zwei Pinnwände gemacht, lecker gegessen und liebe Menschen und „meine“ Kids getroffen. Das tat unglaublich gut. Und zwischen dem hier und jetzt und gestern liegen gefühlsmäßig Welten, vor allem Welten von Gefühlslagen dazwischen. Es ist schön auch mal wieder etwas anderes zu erleben als diese krassen Suizidgedanken und den Druck und die Anspannung.

Dank den Dipi fühle ich mich immer noch völlig benebelt, vielleicht ist das aber nicht das schlechteste derzeit. Gestern war wirklich der Horror, hoffentlich kommt es heute erst gar nicht so weit.
Gut tat gestern, dass ich von Schwester Sabine positive Rückmeldung bekam. Ich wollte, obwohl es so beschissen war, kein Tavor. Mein Ziel ist die dbt, und wenn das eben Voraussetzungen ist, dann will ich das auch schaffen. Sie fand das gut, auch, dass ich die Suizidgedanken geäußert habe, mich davon anfangs noch distanzieren konnte und später Bescheid gesagt habe, als ich keine Kontrolle mehr hatte.

Nun bin ich auf dem Weg zurück. Morgen will ich über den Tag wieder heim, am Montag fahre ich zu Schwesterherz und bleibe eventuell dort über Nacht, wenn nicht schlafe ich daheim. Kommt drauf an wie meine Mutter drauf ist, auf Streit und Diskussionen habe ich nämlich keine Lust und dafür auch keine Kraft.
Hoffentlich schaffe ich es zeitlich noch meinen Kram daheim abzuladen.

So lay your hand
On the left behind
We all know how it feels to be forgotten for a while
In a crowded place
Trying not to feel so alone
Just remember that we’ve all been broken once

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