auch wenn alles zerbricht geht es weiter für dich

Seit gestern bin ich also wieder Zuhause. Es ist schön wieder im eigenen Bett schlafen zu können und das Katerkind an mich gekuschelt schnurren zu hören.
Gestern wich er eine ganze Zeit lang nicht von meiner Seite und lief mir überall hin nach, erst gegen Abend konnte er es auch mal in einem Raum ohne mich aushalten.
Mittags war Mama da und wir waren einkaufen, nun habe ich endlich einen etwas größeren Topf für Suppen oder ähnliches. Morgen werde ich den direkt mal mit Kürbissuppe einweihen.
Nach einkaufen und gemeinsamem Kaffee habe ich sie dann wieder raus gekehrt, gekocht und gegessen und mich in meinem Bett zusammen gerollt, weil netterweise die Migräne mal wieder vorbei schaute um zu sehen wie es mir geht. Abends habe ich irgendwann dann Schmerz- und Migränetabletten eingeworfen, meine Psycho-Medis hinterher und geschlafen bis heute morgen. Dank Kater bin ich zum Glück rechtzeitig aufgewacht, ich hatte nämlich völlig vergessen mir den Wecker zu stellen für die Achtsamkeit. Und die Migräne war zum Glück auch wieder verschwunden.
Die Achtsamkeit war gut, auch wenn sich zwischendurch mein Arm merkwürdig anfühlte. Nach einem Blick unter den Verband erklärte sich das Ganze, ich konnte nämlich wieder in meinen Körper schauen. Zwei Wunden waren wieder auf gegangen, die Klammerpflaster hatten sich gelöst.
Daheim habe ich dann neue drauf gemacht und das ganze auch wieder ganz gut verschlossenen bekommen. Gut, dass ich mir die Dinger vor einer Weile bestellt habe.
Nach der Achtsamkeit habe ich kurz auf Station vorbei geschaut, gemeinsam haben wir geraucht und einen Kaffee getrunken.

Daheim hat mich dann mal wieder ein Anfall von „ich muss was verändern“ gepackt und ich habe angefangen mein Schlafzimmer umzuräumen. Abgesehen vom Kleiderschrank, der einfach zu groß ist um ihn alleine durch die Gegend zu schieben, hat nun alles einen neuen Platz. Mein Bett, das bisher nur mit dem Kopfende an der Wand stand und sonst quasi in den Raum ragte, steht nun in der Ecke. Ich bin ja schließlich alleine, da braucht das Bett nicht von beiden Seiten zugänglich zu sein. Die Ecke werde ich mir mit Kissen gemütlich machen und die länger werdenden Abende öfter mal mit einem Buch eingekuschelt im Bett verbringen.
Außerdem habe ich nun eine größere Fläche frei, vorher hat sich das auf mehrere kleine Flächen rund ums Bett verteilt.
Jetzt sieht es noch ein wenig chaotisch aus, weil ich auch die Nachttischschubladen leer geräumt habe und dort nun mehr geordnetes Chaos einräumen will, meinen Schreibtisch samt Drucker und allem muss ich noch an den richtigen Platz rücken, Bettwäsche waschen, meine Sprüche, die an der Wand hängen, ein wenig umhängen, weil dort nun das Regal steht… Mir wird also nicht langweilig werden. Mal sehen, ob ich das heute noch schaffe oder ob ich einen Teil morgen noch erledige. Außerdem würde ich das Bett gerne lackieren, momentan sieht es eben aus wie ein Holzbrett eben aussieht, nach Holz. Da meine Möbel aber von weiß über rot bis schwarz reichen würde ich es auch gerne dem anpassen, vielleicht in einem leichten rosa, oder eben weiß, wobei mir das zu langweilig ist. Und ich brauche eine Lampe, momentan hängt nur die Birne von der Decke.
Und das ganze Stromchaos muss ich noch beseitigen, Router und Telefon umstecken, den Drucker wieder anschließen. Ja, wie gesagt, Langeweile wird nicht aufkommen.

Gerade liege ich auf dem Bett und schaue mir alles aus der neuen Perspektive an, Katerkind liegt neben mir und schaut noch ein wenig irritiert. Im Moment hat er außer den Eckzähnchen unten gar keine Zähne mehr und jammert furchtbar. Außerdem sabbert er alles, auf dem er rumkaut, furchtbar an. Er tut mir ja schon leid, zahnen ist keine schöne Sache.

Vielleicht finde ich heute Abend die Zeit mir die diary card, die der Herr Psychologe mir gab, anzuschauen und etwas umzuschreiben, 5 Seiten sind mir wirklich ein wenig zu viel. Und auch zu unübersichtlich. Mal sehen, was sich da noch ändern lässt.

Es tut gut etwas vor zu haben, etwas zu tun, bei dem man am Ende auch ein Ergebnis sieht. Und mir damit auch selbst etwas Gutes zu tun. Gutes tun, das werde ich in der nächsten Zeit ganz viel versuchen, egal ob ich danach abstürze oder nicht. Es macht ja keinen Sinn nichts Schönes oder Gutes für mich mehr zu tun, nur weil es dann kippt.
Das Thema in der Achtsamkeit hat gut dazu gepasst. Gut zu sich selbst sein. Sich selbst annehmen. Das wird für die nächste Zeit wohl mein Thema sein.

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
es ist ok wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht,
geht es weiter für dich

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