Buchregale wegen Überfüllung geschlossen 

Heute Mittag war ich mit N. auf dem Bücherflohmarkt. Die Stadtbibliothek ist umgezogen und hat dabei gleich mal ein wenig ausgemistet. Es war ein ganz schönes Chaos an Büchern, sich durch die Kisten zu wühlen war teilweise echt ein Akt. Aber ich würde fündig und kann nun noch mehr Bücher irgendwo stapeln, weil meine Bücherregale zum Bersten gefüllt sind. 

Das werde ich wohl dann auch mal angehen müssen. Nächstes Jahr. Und ’nächstes Jahr‘ hört sich so verdammt weit weg an, dabei ist es eben genau der Zeitpunkt, an dem ich wieder hier sein werde und das Feiertagschaos rum ist. Nächstes Jahr… Es fühlt sich so unwirklich an. Und es ist noch unwirklicher Pläne dafür zu schmieden. Also werde ich nächstes Jahr Regale kaufen. 

Auch unwirklich ist es, weil ich wieder ein neues Jahr erleben werde. Vor 18 Monaten wollte ich nur sterben… Und nun bin ich immer noch hier, habe eine Perspektiven für die nächsten Monate. Und danach hoffentlich genug gelernt, um besser mit mir und meinem Chaos umzugehen. 

Nach der Bücherplünderung haben wir uns auf der Insel beim Stadtgarten ein schattiges Plätzchen gesucht, uns in die Liegestühle fallen lassen und das Wetter genossen mit Wein bzw. einem feinen Cola-Bier. Soviel zu „mindestens 3 Monate vor Aufnahme keinen Alkohol, keine Benzos, keine Drogen“. Naja. Vom Alkohol im Urlaub wussten sie und es wird auch nicht ganz so streng gesehen, da ich kein Suchtproblem habe in der Hinsicht. Aber ich sollte es nun wirklich lassen, genau wie Drogen und ‚harte‘ Medis. 

Morgen habe ich einen Termin bei meiner Therapeutin. Zum Glück erst am Nachmittag. Ich muss allerdings ein wenig früher los, da ich noch zur Bank will und meine Therapeutin umgezogen ist und ich die neue Adresse erst mal finden muss. Ich weiß prinzipiell wo es ist, dennoch muss ich mir erst mal orientieren gehen und die Praxis auch finden. 

Und obwohl der Tag wirklich schön war, mein Abend mit Tatort und Katerkind auch, ist es psychisch nicht sonderlich gut. Ich fühle mich leer und matschig und müde. Vielleicht ist morgen ein besserer Tag. Nun verkrieche ich mich erst mal in mein Bett, mit Eureka und Katerkind und Kuscheldecke. 

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