But there are days without an end

Heute habe ich fast den ganzen Tag damit verbracht den Bedarf auszuschlafen. Sehr nett, dass er den Tag über gewirkt hat, mich die Nacht aber vollkommen in Ruhe ließ.
So kam ich aber wenigstens nicht auf doofe Gedanken. Dafür sind die nun da. Heute morgen auch. Und zwischendurch immer wieder.
Im Supermarkt gibt es 20% auf Rasierklingen. Fand ich ja richtig prima, als ich vorhin dort an der Kasse stand. Ich bin aber standhaft geblieben und hab nur Salat und Gurke besorgt und bin damit zu meinen Meerchen. Sie fehlen mir furchtbar, ich will gar nicht daran denken wie das erst wird, wenn ich in Freiburg bin. So lange ohne die Möhrschweinchen, allgemein so lange ohne das ganze Vertraute um mich rum. Aber das sind Dinge, über die ich mir dann den Kopf zerbrechen kann, nicht jetzt und heute. Jedenfalls tat es gut die Fellnasen zu sehen und ihnen beim vernichten der Gurke zuzuschauen, liebevoll in den Finger geknabbert zu werden und mich anquietschen zu lassen.

Nun sitze ich auf dem Klinikbalkon, genieße die Abendsonne und rauche. Gleich will ich unter die Dusche hüpfen, sobald das Personal seine Übergabe fertig hat und ich mir einen meiner Rasierer geben lassen kann. Und ein neues Buch brauche ich noch, mit dem anderen bin ich heute fertig geworden. Wie gut, dass ich meinen Kindle dabei habe.

Und ich hoffe, dass die Nacht besser wird. Wieder so extremen Druck und Suizidgedanken halte ich nicht aus, will ich auch gar nicht aushalten. Aber eigentlich bleibt mir nichts anderes übrig.
Aufgeben ist keine Option, okay? schrieb H. mir vorhin. Und sie hat Recht damit. Es ist keine Option. Und auch keine Lösung.

When life is on the longest way
Then life becomes your love one day

When life takes all away from you
There’s nothing you can do

I try to find my way somehow
I’m floating on the highway now

Tomorrow is a brighter day
You know we can not stay…

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