Can’t pretend that I’m all right

Wenn ich ein Raum wäre, ich müsste die Fenster und Türen offen lassen, weil die ganzen Suizidgedanken gar nicht rein passen. Es ist phasenweise besser tagsüber, abends/nachts rutsche ich immer ab.
Ich habe Angst, dass in einem solchen Moment die Kontrolle flöten geht. Dass es ein paar Minuten ohne Vernunft und das alles gibt. Ein Moment, in dem ich etwas tue, dass ich zwar will, aber eigentlich verhindern möchte.
Es geht nun schon wieder so viele Tage so. Unzählige Momente, Atemzüge, Augenblicke. Manchmal gibt es wirklich schöne Dinge, die mich das alles vergessen lassen. Aber es holt mich immer wieder ein.
Katerkind tobt auf mir und um mich rum mit seiner Spielzeugmaus. Ab und an springt er mit ausgefahrenen Krallen voran auf einen Teil von mir. Stellenweise sehe ich wirklich aus wie nach einem Sturz in ein Kakteenbeet.
Morgen habe ich vor der Achtsamkeit ein Gespräch mit dem Therapeuten. Mal sehen wie es wird, alleine mit ihm gesprochen habe ich noch nie wirklich, außer mal nach einer Musiktherapiestunde, die mich völlig aus der Bahn geworfen hat. Er ist beteiligt an der DBT, er weiß was Borderline ist und womit ich kämpfe. Er kennt mich und meine Geschichte ein wenig. Ich bin gespannt.
Danach will Mama irgendwann kommen, mit mir einkaufen fahren. Abends will Schwesterchen vorbei schauen. Alles Dinge, die eigentlich positiv sind.
Weiter machen. Weiter atmen. Schlafen gehen, den Wecker stellen. Versuchen mit Hörbuch und trotz Katerkind Schlaf zu finden.

I can’t stand another fight
And nothing’s alright
‚Cause we lost it all
Nothing lasts forever
I’m sorry I can’t be perfect

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