A different line every night

Abgesehen vom Panik schieben ist heute eigentlich okay. Ich war und bin viel draußen, versuche die Sonne zu genießen und auf mich zu achten.

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Die Nacht war sehr unruhig. Nur mit Medis bin ich letztendlich zur Ruhe gekommen und konnte ein paar Stunden schlafen. Am liebsten würde ich in der Klinik anrufen und mich dorthin flüchten, weil es grade einfach furchtbar ist. Ich mag mir was antun, will am liebsten zur nächsten Brücke. Oder einfach die Luft anhalten bis es vorbei ist.
In mir ist nur Chaos, Angst, Schmerz, Panik. Am liebsten würde ich einfach fest dran glauben, dass es mir hilft. Dass es danach einfacher ist, besser ist, dass es mir gut geht und ich wieder mein Leben führen kann, wieder arbeiten kann. Aber ich habe so große Angst vor dem danach, so große Angst, dass es eben nicht gut ist aber alle das erwarten. Ich weiß einfach wirklich nicht, wie es weiter gehen soll.
Aber alles Kopfzerbrechen hilft mir jetzt auch nicht weiter. Ich würde das ganze am liebsten beiseite schieben bis ich in der Klinik bin, bis ich dort ein Gespräch mit dem Therapeuten habe. Nur funktioniert das einfach nicht. Vielleicht kann ich morgen mit Tina reden. Noch lange kann ich das nicht mit mir rum tragen. Ich werde sonst bekloppt, noch mehr als eh schon. Und mit meinem Psychologen in der Klinik dann hoffentlich eine Lösung finden, die mir gut tut und Sicherheit gibt.
Am liebsten hätte ich jetzt Nathalie am Telefon, ihr vertraue ich dort am meisten und fühle mich auch am besten verstanden.
Irgendwie ist doch alles verkorkst. Ohne Hilfe geht es mir scheiße, mit der Aussicht auf die Hilfe geht es mir scheiße. Nein, ganz so stimmt es nicht. Es geht mir mit der Aussicht auf das Ende der Hilfe scheiße. Davor habe ich Angst. Große Angst. Thema für die Klinik. Am meisten würde mir von dort aus eine Hilfe über die DBT hinaus wohl Sicherheit geben. Aber ewig kann es ja so auch nicht weiter gehen. Alles einfach scheiße. Hmpf.

No one heard a single word you said
They should have seen it in your eyes
What was going around your head

und den Wunsch nicht auszuflippen

Ich werde verrückt vor lauter Angst. Was genau mir so viel Angst macht kann ich überhaupt nicht sagen. Ein wenig die Angst, dass es nicht klappt mit der DBT.
Aber am meisten einfach die Angst vor dem danach. Was nach der DBT folgt. Direkt wieder funktionieren? Aufstehen, arbeiten, Haushalt, Freizeit, schlafen gehen?
Fällt dann alles an Unterstützung einfach weg? Geht es dann weiter wie zuvor?
Ich weiß nicht wohin mit meinem Chaos. Wohin mit meiner Angst. Ich will mich einfach nur verkriechen, schneiden, heulen.
Im Prinzip weiß ich, dass es keinen Sinn macht jetzt völlig Amok zu laufen deswegen. Denn es ändert nichts. Aber ich komme nicht dagegen an. Ich komme nicht los und nicht weiter, ich habe das Gefühl ich renne schreiend im Kreis.
Angst. Vor der Zukunft. Vor mir. Vor allem.

Hallo Angst du Arschloch!
Hallo Angst du Arschloch!

 so much pain is coming 

Ab heute gibt es eine neue Kategorie hier. DBT. Für mich beginnt damit offiziell der Weg in diese Richtung. Auch wenn ich es mir noch gar nicht vorstellen kann, auch wenn ich unglaubliche Angst vor dem danach habe. Danach ist so unglaublich weit weg noch. So neblig und verschwommen. Mein Ziel derzeit ist einfach die DBT. Vielleicht muss ich auch noch gar nicht weiter denken. Vielleicht ist es okay erstmal bis dahin weiter zu machen, durch zu kommen.

Das telefonische Vorgespräch hatte ich heute. Ein persönliches ist für Juli angedacht. Geklärt werden muss noch, ob es sinnvoll ist jetzt eine DBT zu machen, oder ob eine stationäre Traumatherapie nicht angedacht wäre. Ich für meinen Teil tendiere eher zur DBT, letztendlich ist es aber eine Entscheidung der Ärzte dort.
Die Warteliste ist erstaunlich kurz, 3 Monate ungefähr.
Teilweise macht mir das enorm Angst, weil ich im Prinzip dann in einem halben Jahr einfach erstmal da stehe und noch keine Perspektive habe. Für das danach muss ich unbedingt vorher schon etwas finden, dass mir Halt gibt.
4 Wochen müssen zwischen der Aufnahme dort und meinem letzten Aufenthalt in der Klinik liegen. Benzos und Alkohol sind ab jetzt tabu. Der Klinik muss ich unbedingt Bescheid sagen wegen den Benzos.
Ja. Das Gespräch lässt mich irgendwie leer zurück. Ich muss schauen, wie es weiter geht heute. Am Besten gehe ich erstmal kochen und schaue dann weiter.

All these words rushing round inside my head 
All these thoughts we held so close and still we never said