Cupido, fick dich hart!

Vor ein paar Tagen schrieb ich von dem Mann, der aus der Psychiatrie der Hauptstadt abgängig war. Gestern haben sie ihn tot gefunden. Ich wünsche ihm, dass er seinen Frieden gefunden hat. Viele hier in diesem wunderschönen Bundesland kannten ihn, wenn auch meistens nur seine Stimme. Er war Radiomoderator, wurde von den Freunden als fröhlicher Mensch beschrieben, der immer lachte und Spaß hatte. Was ihn letztendlich so weit getrieben hat kann wohl nie jemand sagen.

Gestern war ich viel unterwegs. Zu Mama, danach kurz mit Schwesterchen getroffen, später noch zur Nachbarin hoch.
Die Nacht war dafür echt sehr bescheiden, gegen 5 Uhr weckte mich der kleine Bruder voller Panik und ich hab zwei Stunden lang versucht ihn zu beruhigen, dann schlief er endlich ein. Panikattacken sind scheiße, kenn ich ja selber. Dazu war er davor noch unterwegs und nicht mehr wirklich nüchtern.

Dementsprechend Matsch war ich heute. Deswegen bin ich nun froh in meinem Bett zu sein, hoffe, dass ich schnell einschlafen kann und morgen halbwegs fit bin zur Therapie.
Ich bin froh, wenn endlich Mittwoch ist, wenn ich in die Klinik „fliehen“ kann, denn aktuell ist es wirklich reichlich bescheiden. Mit Suizidgedanken und Druck einschlafen und aufwachen und den ganzen Tag kämpfen raubt mir derzeit Kräfte die ich einfach nicht habe. Hoffentlich hört das bald wieder auf.

Und heute habe ich auch wieder eines dieser ersten Male überstanden. „Unser“ Tag, der nun nicht mehr unser Tag ist. Und es war nicht ganz so furchtbar, wie ich es mir noch vor ein paar Monaten vorgestellt habe…

Am Ende ist das was ich will
Dass du dort, wo du jetzt lebst
glücklich bist, wenn ich dich seh
Am Ende ist das was ich will
Ein neuer Mensch, der bei dir steht
Das ist okay und tut doch weh

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