Das Schicksal gewinnt.

Und ich bin derzeit wieder stationär.
Am Sonntag kam zuviel zusammen. Der Tod von Alex, die hoch kommenden Erinnerungen und die Nachricht, dass eine Freundin nach Suizidversuch im Krankenhaus liegt. Schlimmer war es noch für mich, weil sie mir zuvor geschrieben hat, dass sie sich umbringen will, aber versprach sich Hilfe zu holen. Da waren dann natürlich direkt die heftigsten Selbstvorwürfe.

So bin ich her gekommen, bevor sich die Aktion von Anfang Februar wiederholt. Für mich selbst Sorgen indem ich die Verantwortung für mein Leben teilweise abgebe. Die Sicherheit, dass jemand da ist und jemand aufpasst habe ich gebraucht. Keine Tabletten, keine Klingen, keine Möglichkeit raus zu gehen.
Mittlerweile darf ich mich im Haus frei bewegen. Und auch den halben Meter bis zur Bank vor der Türe gehen.

Es ist noch ein ziemliches auf und ab. Abends wird es immer schwer, sobald ich zur Ruhe komme ist mein Kopf voll von den Bildern, mein Körper dreht vor lauter Körpererinnerungen am Rad, mein komplettes Ich ist völlig gefangen in diesem Chaos.
Meine Medis sind nun wieder erhöht worden. Damit ich abends mehr zur Ruhe komme. Der Herr Chefarzt nimmt mich auch endlich Ernst, dass tut gut.

Und heute gibt es mal keinen Songtext, sondern ein Zitat von meinem Lieblingsautor. Rest in peace Terry Pratchett, du großartiger Autor!

Die meisten Götter würfeln, aber Schicksal spielt Schach, und zwar mit zwei Damen – was man erst ganz zum Schluss herausfindet, wenn es zu spät ist.

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