doch du hast nur eine Chance.

In Belgien haben Ärzte einer jungen Frau die „Erlaubnis“ zur Sterbehilfe gegeben. Sie ist 24 und hat seit ihrer Kindheit Suizidgedanken.
Und ich weiß nicht, ob ich das okay oder scheiße finden soll. Generell bin ich ja der Meinung, dass jeder Mensch das Recht haben sollte über sein Leben zu bestimmen.
Allerdings bin ich (sowohl als „Hinterbliebene“ als auch als selbst suizidal) auch der Meinung, dass es gut und richtig ist, dass man erstmal Hilfe bekommt. Zumindest manchmal, wenn ich nicht gerade völlig suizidal in der Klinik sitze und wütend auf die ganze Welt werde, weil ich die Möglichkeit zu gehen nicht habe.
Besser Hilfe beim Sterben als ein Suizidversuch, der missglückt und sie im Rollstuhl, blind oder sonstwas hinterlässt.
Aber dennoch ist ein Suizid eine ganz eigene Entscheidung und sollte dann doch auch selbst vollzogen werden.
Schweres Thema. Und eigentlich auch gar nichts für mich im Moment. Nicht nach gestern, und generell lieber sowieso nicht. Aber es beschäftigt mich gerade dennoch.

Der Tag war ganz in Ordnung heute. Abgesehen davon, dass ich wegen Bedarf ewig schlief und erst zur Visite wach wurde.
Schwesterherz zu sehen tat gut.
Zugfahren war weniger gut, denn dabei komme ich oft ins nachdenken. Ich musste an die KiJu denken, an die gemeinsame Zeit.

Es tut so furchtbar weh zu wissen, dass du weg bist… Und ich bin so furchtbar wütend.  Und gleichzeitig verstehe ich dich so gut und will dir nur noch folgen…

Was war der letzte Tritt
zum allerletzten Schritt
hat dich der Todesrausch verführt?
Dass du die Antwort schuldig bleibst
und so die Trauer nie vertreibst
ist rücksichtslos und tut genau den Falschen,
die dich brauchten, weh.
Zu spät, um dir zu zeigen, was du hier versäumst
wie man hofft und träumt.

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