Driving home for Christmas

24. Dezember. Wie so oft fahre ich mit Geschenken bewaffnet in mein zweites Zuhause, zu Mama. In Jogginghose und Chucks. Weihnachten. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, wir haben 11 Grad. Es wird das erste Weihnachten sein, an dem wir nur Zuhause feiern, das erste Weihnachten, an dem wir nicht bei Tante Maria eingeladen sind. Abgesehen von letztem Jahr, da habe ich gearbeitet, ist es das erste Weihnachten seit zehn Jahren, dass ich nicht bei ihr sitzen werde. Aber ich bin sicher, dass sie bei uns sein wird, genauso wie Onkel Norbert.
Weihnachten. Die Tage, vor denen ich seit Wochen Panik schiebe, sind nun also da und werden auch unaufhaltsam vorbei gehen. Ich wünsche mir, dass ich die Tage einfach genießen kann. Ohne fiese Erinnerungen, ohne Angst und Panik.
Letztes Jahr um diese Zeit war ich psychisch im Prinzip völlig am Ende. Das ist nun nicht mehr so schlimm, es tut nicht mehr alles so furchtbar weh, die Nächte sind nicht mehr nur Horror, die Tage sind nicht mehr nur schrecklich. Es wird besser, in kleinen Schritten.
Weihnachten. In einer Stunde werde ich in Mamas Küche sitzen, werde vermutlich immer noch nicht verstehen können, dass heute schon heilig Abend ist. Aber vielleicht ist das auch gar nicht schlimm. Vielleicht ist es einfach nur wichtig schöne Momente mit meiner Familie zu erleben, die Momente in mich aufzunehmen und sie bewahren, als Gegensatz zu den vielen dunklen Momenten.

Meine lieben Leser, ich wünsche Euch schöne Feiertage, eine schöne Zeit mit Euren Liebsten und ganz viele schöne Momente!

I am driving home for Christmas
Driving home for Christmas
With a thousand memories

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