du weißt erst wer dich auffängt, wenn du fällst

Ich habe doch tatsächlich fast eine Stunde geschlafen. Bis kurz vor 22 Uhr. Dann bin ich durch irgendwas aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Nachdem ich aufgestanden bin, gekocht und gegessen hatte (ja, mitten in der Nacht) hätte ich gegen 3 bestimmt einschlafen und bis heute Mittag schlafen können. Hmpf. Also habe ich mich mit Kater bespaßen wachgehalten.
Vor meiner Haustüre war so eine Nebelsuppe, dass ich einige Male fast gegen Baustellenschilder gerannt wäre als ich mir einen Weg durch den Ort gesucht habe. Dank der Monsterbaustelle ändert sich der mögliche Weg einmal quer durch zur Haltestelle auf der anderen Seite mindestens einmal in der Woche. Eigentlich sollte bis Ende des Jahres alles fertig sein, ich glaube da aber wirklich nicht mehr dran. Sie müssen noch Gebäude für 2 neue Supermärkte und einen Drogeriefachhandel hochziehen, ein Haus anständig abreißen, eine Zufahrt und einen Parkplatz bauen und dann noch einen Kreisverkehr.
Immerhin habe ich in der Hauptstadt dann kein Baustellenschild-Nebel-Problem. Da muss ich nur raus aus dem Zug und dem Bahnhof, rein in die Straßenbahn, raus aus der Straßenbahn und bin quasi schon dort wo ich hin will. Ich hoffe ich muss nicht allzu ewig warten, sonst schlafe ich vermutlich einfach ein. Und hoffentlich ist mein Kopf nachher nicht so sehr Matsch, dass ich eigentlich gar nicht mehr weiß was ich vom Herrn Psychiater wollte. Zuhause werde ich dann wohl einfach nur noch ins Bett kippen und Schlaf nachholen.

Aber es hat auch was schönes so früh wach und unterwegs zu sein. Es sind nur vereinzelt Leute unterwegs bisher, in der Hauptstadt werden es wohl deutlich mehr sein. Es ist dunkel, neblig und kalt, aber alles voller bunter Herbstlaub und das Rascheln beim Laufen dadurch hat etwas beruhigendes. Alle sind tief in ihre Jacken und Schals vergraben, die meisten kucken ziemlich müde und gequält. Ginge mir wohl nicht anders, wenn nach müde nicht direkt doof kommen und ich mich nicht wie eine Zitrone auf vielen lustigen bunten Pillen fühlen würde. Diese Energie, die ich in den ersten Stunden nach einer durchgemachten Nacht habe, hätte ich wirklich gerne mal am Tag. Aber ich würde mir nach spätestens einer Stunde selbst so sehr auf den Keks gehen damit.

Und so fahre ich nun mit Musik auf den Ohren, Koffein in der Hand und kunterbuntem Kopfchaos in die Hauptstadt.

und irgendwann nimmt dich irgendwer an die Hand
und sagt du bist gut so und so sollst du sein

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