ganz egal, wo du bist

Heute morgen stand ich völlig müde vor meiner Haustür, suchte gerade meine Fahrkarte, da fing der Boden an zu wackeln. Erdbeben sind hier nicht sooooo selten, durch den Bergbau produzieren wir die quasi selber. Allerdings rollte dann ein Panzer über die Hauptstraße. Zuletzt gesehen habe ich welche in Kroatien, in Gebieten, die immer noch vermient sind vom Krieg.
Kurz danach fuhr die nette Polizistin von Montag Nacht vorbei, hielt kurz an und fragte wie es weiter ging und wie es jetzt ist. Fand ich lieb von ihr.

Therapie war gut. Wir haben Sachen für den Antrag meiner letzten 20 Stunden besprochen, kurz geredet wie es danach auch noch weitergehen kann, weil ja dann erstmal Pause sein muss, über gestern geredet, über meine chaotische Familie, meine momentan so völlig veränderte Mutter, über mein Möhrchen, über Montagnacht, die Suizidalität, über Wege und Möglichkeiten damit es dennoch weiter geht. Das Thema werde ich mitnehmen in die Klinik, dort daran arbeiten, hoffentlich etwas finden, dass es mir leichter macht.
Nun bin ich gleich wieder Zuhause, muss später zur Post und einkaufen. Aber zuerst werde ich schlafen. Nach mittlerweile der dritten Nacht mit entweder gar keinem oder nur sehr wenig Schlaf bin ich einfach nicht mehr in der Lage irgendwas zu tun und habe heute morgen auch meine Medis weggelassen, damit ich nicht einschlafe und es irgendwie zu Arzt und Therapie schaffe. Außerdem war mir furchtbar schlecht.
Das werde ich nun nachholen. Genauso wie Schlaf.
Und wider Erwarten geht es mir trotz/nach/wegen der Beerdigung erstaunlich gut. Die Traurigkeit ist nicht mehr so groß, ich bin innerlich deutlich ruhiger.

So wie du warst, bleibst du hier
so wie du warst, bist du immer bei mir
so wie du warst, erzählt die Zeit
so wie du warst, bleibt so viel von dir hier.

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