Heimkommen. 

Heimkommen. 

Ich liege im Bett. Auf dem Tablet läuft elementary, der Zitronenkater hat sich in meinen Kniekehlen zusammen gerollt. Ich bin zuhause. 

Der Abschied war schwer. Tränenreich. Meine liebsten Mitpatienten habe ich immer wieder und wieder gedrückt. Mich schließlich von den Pflegern verabschiedet. Meine Bezugspflegerin breitete die Arme aus und drückte mich an sich. 

Mit Mama sitze ich noch unten und rauche. Dann treten wir zusammen den Weg in Richtung Heimat an. Ich lotse sie durch die Stadt, über die Autobahn bis zur Grenze, an Straßburg vorbei Richtung Paris um dann irgendwann weiter zu fahren in Richtung meiner Hauptstadt. Ab da kann ich aufhören Navi zu spielen, kann meine Hauptstadt sehen und meinem Zuhause entgegen fahren. 

Der Zitronenkater weiß nicht wohin mit seiner Begeisterung. Er durchstöbert meine Taschen, steckt die Nase von einem Gepäckstück ins nächste, angelt hier und dort etwas raus. Später kuschelt er sich auf meinen Schoß, während ich ein wenig vorm TV hänge und im Internet surfe. 

Es fühlt sich komisch an nach all diesen Wochen wieder hier zu sein, nicht nur für eine Nacht. Nicht unbedingt negativ, aber etwas fremd und merkwürdig und ungewohnt. Ich werde wohl ein paar Tage brauchen um anzukommen, mich wieder hier einzuleben und zurecht zu finden. Vielleicht trifft es sich ganz gut, dass ich die ganze Wohnung aufräumen und umgestalten und dekorieren will. 

In einiges möchte ich mehr Ordnung bringen. Zum Beispiel in meine Medis. Und die DBT-Unterlagen will ich auch irgendwo geordnet hinpacken. Und mir überlegen, wie ich das mit der diary card mache, ob ich sie einfach auf dem Nachttisch deponiere oder doch im Wohnzimmer, wie es für mich am Besten ist nicht zu vergessen, dass ich sie ausfüllen will. 

Morgen steht erstmal Arzt, Psychiater und Fahrkarte wieder abholen auf dem Plan. Auf dem Rückweg dann noch einkaufen, zumindest ein paar Kleinigkeiten, hier dann noch zur Apotheke, beim Bäcker gelbe Säcke holen. Und dann zuhause anfangen rumzuwuseln. 

Heimkommen. Ankommen. Ausprobieren. Ich bin gespannt wie die nächsten Tage so werden. 

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