Ich berühre das Gras nur um zu prüfen, ob ich was spür‘ und ob ich noch lebe, noch fühle wie früher

Der Tag heute fühlt sich ziemlich unwirklich an bisher. Ich bewege mich durch eine Mischung aus Watte und Nebel, stehe ziemlich neben mir. Dennoch lebe ich, atme, mein Herz schlägt.
Und so sitze ich bei Mama weil Muttertag ist, versuche ein wenig abzuschalten und irgendwie in dieser Welt anzukommen, rede, rauche, lache. Und doch ist es in mir gerade ziemlich düster. Irgendwo letzte Nacht habe ich die Hoffnung verloren, dass es besser werden kann. Besser, erträglicher, vielleicht sogar gut.
Und ich weiß, dass es eigentlich völlig bescheuert ist. Es wird besser, erträglicher und sogar gut werden. Aber in mir fühlt es sich so gar nicht danach an.
Und ich bin müde. Unendlich müde vom stark sein, vom kämpfen, vom Leben. Lebensmüde.
Gegen diesen Tag heute hilft vermutlich nur daheim ins Bett zu fallen (das seit letzter Nacht geilerweise nicht mehr quietscht, nachts bohren und schrauben ist wirklich interessanter als schlafen…), mir House oder Musik anzumachen, mich in mindestens 3 Decken und 5 Kissen zu kuscheln und einfach weiter zu atmen.
Oder ich kriege ’ne kleine Krise und explodiere wieder vor Tatendrang. Wäre auch definitiv nicht schlecht. Vielleicht kann ich mich so irgendwie spüren, ohne mir irgendwie wehzutun.

Ich lauf mit dem Überkater die endlose Vorstadt entlang
Zwischen gelben Feldern, es ist irgendwo, irgendwann
Ohne genaues Ziel, völlig verlor’n
In Gedanken wie man innere Leere nich einfach loslassen kann

Kommentar verfassen