Ich bin wieder hier

Mich hat’s erwischt. Ich liege mit Schnupfennase, Halsschmerzen und Husten im Bett, vergraben unter 2 Decken. Und obwohl ich eigentlich ziemlich viel Antrieb und Motivation habe und meine Wohnung es auch nötig hätte, dass ich etwas tue, habe ich mich nun ins Bett gepackt, weil mein Thermometer sagt, dass meine Temperatur erhöht ist. Ich bin ja meistens so gar nicht der Typ für Selbstfürsorge, aber ich soll das ja eh mehr üben und tun. Vielleicht ein guter Moment um mich um die kleine Zitrone in mir zu kümmern mit Dingen, die mir früher gut getan hätten. Wenn ich als Kind krank war, dann war das fast immer egal. Außer bei den Windpocken, da durfte ich ausnahmsweise mal Zuhause bleiben. Aber sonst war ich immer in der Schule, weil ich musste. Ich hatte auch niemanden, der mir Tee gekocht oder eine Wärmflasche gebracht hat. Deswegen werde ich mir das heute geben. Vermutlich sinkt dann auch meine Anspannung, die ist wahrscheinlich nur wegen dem krank sein und deswegen mies fühlen da.
Vielleicht kann ich dann nachher ein wenig Kultur in meiner Wohnung machen. Wenn ich aus der Klinik komme verblüfft es mich immer wieder, dass ich in den Tagen vor dem Aufenthalt gar keine Kraft mehr hatte großartig etwas im Haushalt zu tun. Blöde depressive Phasen.
Abgesehen davon, dass ich mich stabiler fühle und auch nicht mehr so depressiv wie noch vor einer Woche nehme ich aus dem Intervall diesmal definitiv mit, dass ich es auch ohne Selbstverletzung schaffen kann. Die 13 Stunden extreme Anspannung dann doch irgendwie auszuhalten, dass war schon enorm. Auch wenn ich es alleine vermutlich nicht geschafft hätte. Ich sagte ja schon, Nathalie verdient einen Orden. Und ich will definitiv drei Dinge zu meinen Skills hinzufügen, die mir bei diesem Aufenthalt geholfen haben. Pflaster, puzzlen und draußen spazieren. Sowieso muss ich mehr raus gehen, es tut mir immer gut, nur habe ich oft keine Kraft dafür. Aber vielleicht muss ich mich dann einfach zwingen.

Erstmal steht nun aber ein wenig ausruhen an, mit „Es war einmal das Leben“ (sehr heilsam für die kleine Zitrone), schnurrendem Katerkind auf, Tee neben, Decken über mir.
Ich freue mich wieder Zuhause zu sein. 🙂

ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher
wieder zuhause zu sein

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