Ich trag dich immer, immer bei mir

Heimat (ˈhaimaːt) dienur Sg
 
Heimat ist nicht immer unbedingt der Ort an dem man lebt. Grob gefasst fallen bei mir viele Orte unter Heimat. Wenn ich in BaWü bei meinen Pflegeeltern den Ort verlasse und durch Felder, Wiesen und Täler spaziere, dann fühlt es sich nach Heimat an. Wenn ich in München im Englischen Garten sitze fühlt es sich nach Heimat an. Oder wenn ich meine Füße in Frankreich ins Meer strecke.
Aber am allermeisten ist das hier Heimat. Dieses wundervolle kleine Bundesland. Schon früher, als ich noch in BaWü lebte, war hierher kommen immer toll. Den Kopf aus dem offenen Zugfenster stecken und „meine Stadt“ näher kommen zu sehen, dass war viele Jahre das völlige Gefühl von Heimat.
Die Hauptstadt wäre immer noch der Ort, den ich nennen würde wenn jemand mich nach einem Ort fragt, der für mich Heimat ist.
Aber, wie der Herr Grönemeyer schon sang, „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“.
Und von diesen Gefühlen gibt es wie oben schon gesagt einige. Ganz besonders viele Heimatgefühle allerdings in meiner Heimatstadt. Wenn ich am Fluss entlang laufe, an den Spielplätzen meiner Kindheit. Wenn ich über den Marktplatz laufe. Wenn ich durch den Park tapse. Wenn ich das Gemisch der verschiedenen Restaurants, Kneipen und Imbissbuden rieche. Wenn im Supermarkt Dreyberg und Maggi in einem Regal stehen. Wenn ich das Gemisch aus Dialekt und französisch draußen höre. Wenn… Ich könnte unendlich weiter machen. Momentan muss ich vor allem immer Lächeln wenn ich diese Werbung sehe.

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Allgemein machen die ab und an sehr lustige Werbung.

Jetzt bin ich dabei mir in der Heimat ein Zuhause zu schaffen. Ich war in den letzten Tagen oft daheim (und es tut so gut „daheim“ zu sagen) und ich muss immer lächeln. Ich fühle mich dort jetzt einfach schon wohl. Morgen kehren ich und die Meeris zurück in unser Zuhause. Für die nächsten 3 Wochen, dann ist ein neues Klinikintervall dran. Ich bin gespannt wie es wird im neuen Zuhause, wie ich klar komme, wie es so wird. Mit dem Wissen um einen Aufnahmetermin geht es mir auf jeden Fall besser als mit der Schwebe vor der Intervalltherapie.
Jetzt gibt’s Dortmund. Fußball in der Klinik mit dem Lieblingspfleger.

Du und ich, nachts allein im Neonlicht
Manchmal tanze ich mit dir
Komm tu nicht so
Ich kenn dich in- und auswendig
Du weißt viel zu viel von mir
Mal bist du laut mal bist du leise
Mal müde, doch nie allein
Wenn du willst kannst du mich wärmen
Oder eiskalt sein

Oh Heimat, schön wie du mich anlachst
Du bist immer da, wenn ich keinen zum Reden hab
Oh Heimat, wie du wieder aussiehst
Ich trag dich immer, immer bei mir
Wie’n Souvenir

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