Ich weiß nicht, was geht mit eigenem Willen?

Langsam kann ich anfangen mit meiner Schwester zu reden. Sie war mich in der Psychiatrie oft besuchen, hat mich aufgemuntert und war einfach da. Vieles weiß sie nicht, aber ich bin mittlerweile ehrlich zu ihr, wenn sie fragt wie es mir geht. Sie weiß von den Klinikaufenthalten, von den Schnitten, von so vielem. Früher wollte ich sie immer beschützen. Aber sie ist mittlerweile selbst erwachsen, eine junge wunderbare Frau. Und ich bin unendlich froh sie zu haben, auch wenn sie nicht alles weiß und ich ihr nicht alles erzähle.
Gleich mache ich mich fertig, fahre in die Stadt und mit einem der Lieblingsmenschen Tee trinken. Und danach Schwesterherz kurz knutschen und wieder nach Hause. Mal sehen was ich dann mit dem Resttag anfange, ich will die Wohnung mal durchputzen und malen. Und die Bilder in den Rahmen packen, die Chrissie mir gestern mitgebracht hat. Und die Hundehaare vom Sofa kriegen. Bzw den halben Hund, aus dem ganzen Fell könnte man echt fast einen Hund machen.
Aber jetzt genieße ich erstmal den morgen, Musik, eine dusche und den Weg und die Zeit in der Stadt.

Und ich weiß nicht, wohin der Weg geht,
was am Ende in deinem Buch steht, doch
ich weiß, wir gehen schon mal vor.
So was verglüht nicht, so was verbrennt.

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