I’ll find my way

Wenn man dabei ist aufzuwachen und in der Welt anzukommen, wenn der Kopf noch nicht wach genug ist, dann blinzelt man ein paar Mal und es ist alles in Ordnung für einen winzigen Moment. Dann ist der Kopf soweit und die Erinnerungen knallen ins Bewusstsein. Bämm. Und da ist alles wieder da, die Trauer und der Schmerz. Es ist halb 4. Mittags wohlgemerkt. Ich wache aus meinem tiefen Dipi-Nebel auf, wundere mich, dass alles so verschwommen ist. Der Kopf tut weh, die Augen brennen. Dann fällt mir ein, dass ich meine Kontaktlinsen ausziehen musste, weil ich gar nichts mehr gesehen habe vor lauter Heulen. Ich tapse ins Bad. Tapse sehend wieder hinaus und lasse mich auf das Sofa fallen. Ich lese die Nachrichten, die mich während meinen 15 Stunden Schlaf erreicht haben.
J. fragt, ob ich mit ihr mitkomme in die Stadt, ein paar Dinge erledigen. Mein Kopf fühlt sich furchtbar an und ich mag mich eigentlich vergraben. Aber ich sage ja. Rauskommen tut gut. Ein wenig unterwegs sein. Mal was essen. Noch bei K. vorbei schauen. Nun sitze ich auf meinem Sofa, habe mir walking dead angemacht. Werde gleich damit beginnen das Chaos zu beseitigen, damit ich wenigstens ein wenig heute geleistet habe.
Neben mir auf dem Sofa liegt ein Quietschball, den Sunny hier vergessen hat bei seinem letzten Besuch. Zitronenkater findet ihn die ganze Zeit schon toll, nun wird er in seinen Besitz übergehen. Und immer wenn es quietscht werde ich an meinen Hundemann denken und lächeln. Ich werde lächeln und an die vielen schönen Momente denken, in denen er mit dem Ball durch meine Wohnung tobte.

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Beyond the door
There’s peace, I’m sure
And I know there’ll be no more
Tears in heaven

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