It’s my time!

Die erste Nacht Zuhause war nicht sonderlich gut. Ich bin oft aufgewacht, habe in den Phasen dazwischen ziemlichen Mist geträumt. Nun versuche ich langsam in der Realität anzukommen, meine Augen richtig auf zu kriegen, ziehe mich gleich an und mache mich auf den Weg in die Hauptstadt zu Therapie und Tee-Date.
Daheim muss ich später die Wohnung hundesicher machen, also hauptsächlich die Kuscheltiere retten, Platz im Bett schaffen und alles was nach Schokolade aussieht und schmeckt in hundeunerreichbaren Höhen verstauen.
Und auf dem Rückweg von Tee und Therapie noch schnell einkaufen, vor allem ganz viel Salat und Gurke und anderes leckeres Zeug für meine verbliebenen 3 Schweinemädels.
Chrissie und ich wollen Mäxchen heute beerdigen, hinter im Garten, dort wo der Wald beginnt. Mein süßer Kerl, ohne dich wird es um einiges ruhiger. Aber wenn alles so klappt wie ich es möchte, dann gibt es Nachwuchs, ich werde Uroma und du wirst in deinen Kindern und Enkelchen weiterleben, genau wie Raini. Seit du damals zu uns gekommen bist hatte ich nicht mehr so wenig Meerchen. Hoffentlich geht es den 3 Mädels gut und sie haben das ganze gut verkraftet.

Auf Therapie habe ich heute genauso viel Lust wie auf einen Magen-Darm-Infekt. Nach einer Woche Klinik habe ich mich in der täglichen Visite eigentlich genug ausgekotzt, mal sehen was für Themen heute dennoch auf den Tisch kommen. Auch ohne Lust gehe ich hin, denn wenn es nur darum ginge bräuchte ich die Therapie wohl auch nicht.

Im nächsten Aufenthalt will Nathalie mit mir die Achtsamkeit besprechen, im letzten habe ich mit Schwester Sabine nochmal Skillkette und Anspannung besprochen. Sie hat es auch kopiert, für Nächte in denen ich mal wieder verzweifel, und auch damit das Pflegepersonal weiß welche Anspannung ich gerade habe, wenn ich Eiswürfel oder Finalgon einfordere. Finde ich gut.

Ansonsten warte ich darauf, dass Win 10 ausgerollt wird. Nach einigen Monaten mit Win 8.1 komme ich zwar einigermaßen mit der Umstellung darauf zurecht, finde manche Dinge aber einfach furchtbar. Am liebsten hätte ich XP zurück, mit ein paar Dingen aus Vista und 7.
Per Kamera einloggen kann ich mich übrigens meistens nur, wenn ich meinem Laptop die Zunge raus strecke.
Ja, ich und die Technik. Demnächst muss ich mir mal ein Festplattengehäuse organisieren und meinen alten Lappi auseinander nehmen, dort sind nämlich noch einige Daten auf der Festplatte, die ich gerne hätte. Genauso auf meinem Netbook. Netterweise haben ja beide kurz hintereinander das zeitliche gesegnet, der Lappi war eh schon alt und am zerfallen, das Netbook ist durchgeschmort.

Ansonsten geht es mir eigentlich echt okay. Die Zeit in der Klinik tat gut, Auszeit von allem, Abstand vom Chaos und Sicherheit vor mir selbst. Nun werde ich versuchen länger als 3 Wochen zu schaffen, 4 wären schon echt gut. Mal sehen, wie es in 3 Wochen so aussieht.

I’m awake! I’m alive!
Now I know what I believe inside!
Now! It’s my time!
I’ll do what I want, ‚cause this is my life!
Here! (Right here!)
Right now! (Right now!)
I’ll stand my ground, and never back down
I know what I believe inside
I’m awake and I’m alive!

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