I’ve gotta raise my hands, gonna stand my ground

Um kurz nach 5 hat der Zitronenkater beschlossen, dass die Nacht vorbei ist und sprang mit den Katerbabyzähnchen voraus auf meine Hand.
Nun liegt er schnurrend auf mir und ich könnten wetten, dass er in sich hinein lacht, weil ich nun wach bin und ihn kraule.
Also beginnt mein Tag heute eben ziemlich früh.
Im Großen und Ganzen ist es momentan echt okay.
Ich hab zwar immer wieder depressive Phasen, in denen ich überhaupt nichts hinbekomme, aber momentan kann ich ganz gut damit leben.
Es läuft eben alles etwas langsamer, ich brauche für vieles enorm viel Zeit.

In den nächsten Tagen soll das Wetter wieder besser werden, vielleicht kann ich noch ein paar Mal mit den Meeris raus, bevor es in diesem Jahr zu kalt wird für sie. Das fänden sie bestimmt toll.
Für heute habe ich mir fest vorgenommen mein Schlafzimmer aufzuräumen. Letzte Woche habe ich die Wohnung durchgeputzt und alles was irgendwo stand und (noch) keinen Platz hat ins Schlafzimmer geschoben. Außerdem hab ich meinen Klinikkram noch nicht ausgepackt und der Wäschekorb mit den Kuscheltieren, die ich vor Sunny gerettet habe, steht auch noch da rum.
Gegen halb elf will ich in die Klinik, ich habe meinen Beutel mit Rasierer und meinen Klingen dort vergessen. Vielleicht schaffe ich es die Klingen dort zu lassen, dann habe ich Zuhause keine mehr. Wäre mal was.
Danach treffe ich mich mit V., sie hat bis elf Kunsttherapie.
Und ich muss mir neue diary-cards ausdrucken, ich will das endlich wieder regelmäßig machen, weil es mir gut tut. Und auch Achtsamkeit üben.

Mit dem Herrn Zitronenkater muss ich dann in absehbarer Zeit mal zum Tierarzt. Kastrieren, impfen, chippen.
Und dann darf das Fellknäul langsam aber sicher die Welt draußen erkunden.
Den Flur findet er schon super spannend, er schafft es immer wieder durch die Haustüre dorthin auszubüchsen, wenn ich sie kurz öffne. Aber immerhin hört er mittlerweile doch auch auf seinen Namen, zumindest wenn er Lust hat, und kommt zurück, ohne dass ich ihm bis in den 2. Stock nachrennen muss.
Da sind meine Meeris doch deutlich einfacher unter Kontrolle zu halten, die könnten zwar aus ihrem Zuhause  raus, halten das aber für absolut überflüssig, denn wer weiß ob es außerhalb auch Futter gibt…
Den Zitronenkater vertreiben sie mit lautem Zähneklappern mittlerweile recht erfolgreich, spätestens wenn eins der Meeris dann noch auf ihn zugeht macht er sich ins Fell und flüchtet.
Manchmal ist er dann aber doch etwas übermütig und stubst sie an (faszinierenderweise aber immer ohne Krallen), was dann mit noch lauterem Gemecker quittiert wird.

Schwesterherz hat heute ihren ersten Schultag in der Oberstufe. Die Zeit vergeht und ich bin wahnsinnig stolz auf sie. Noch ein Jahr und sie verdient ihr eigenes Geld, geht arbeiten, ist dann noch ein Stück mehr erwachsen. Hach.

Und nun verkrieche ich mich noch ein wenig unter die Decke und lese. Mit schnurrendem Katerkind auf dem Bauch. Liebe <3

I ain’t gonna do what I don’t want to
I’m gonna live my life
Shining like a diamond, rolling with the dice
Standing on the ledge, show the wind how to fly
When the world gets in my face
I say, have a nice day

Kommentar verfassen