Ja, was machen die denn da eigentlich?

Meine Lehrer scheinen ein sehr großes Bedürfnis danach zu haben, alles außer Kindergarten komplett zu hinterfragen und als „ach, die machen ja eh nix“ abzutun.

Fing schon im Vorpraktikum an… „Wie, Sie arbeiten mit geistig Behinderten? – Menschen mit geistiger Behinderung!!! – Ja, mein ich doch. Was machen die denn den ganzen Tag? Machen die überhaupt was?“

Das da sehr wohl pädagogisch wertvolle Arbeit geleistet werden kann ist wahrscheinlich immer noch nicht angekommen.

Beim Praktikum im Kinderdorf ging’s weiter… „Was machen die denn da? Und was machen Sie?“

Tja. Was machen Kinder denn den ganzen lieben langen Tag? Und was machen Erzieher denn im Kindergarten?

 

Und nun…

Es hört nicht auf.

Ja, hier sind Kinder. Ja, die profitieren durchaus von pädagogischen Angeboten. Auch wenn es kein Kindergarten ist.

Was sie machen? Lachen, weinen, schreien, rennen, laut sein, leise sein, auf dem Sofa sitzen, sich freuen, traurig sein, spielen, singen, diskutieren, essen, trinken, atmen, Halt suchen, alles doof finden… was Kinder eben so machen. Vor allem eben eins: Kind sein.

 

Soviel dazu. Momentan arbeite ich auf einer Baustelle. Wenn ständig die Sicherung rausfliegt weil ein Elektriker eine Leitung anbohrt frage ich mich, wo die ihren Job gelernt haben.

Auf in den Tag.

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