…kennst die Bitterkeit

Scheinbar wird es langsam zum Hobby, dass ich im Dunkeln irgendwo rumsitze.
Es ist kalt, ich bin müde und will nach Hause.
Den nächtlichen Ausflug hat mir ein Anfall von extremer Destruktivität beschert.
Und so sitze ich nun mit betäubtem Arm und Musik auf den Ohren auf einer Bank am Bahnhof und warte auf den Bus. Nach der Selbstverletzung werde ich immer unglaublich müde. Naja, eigentlich nicht nach der Selbstverletzung, eher nachdem ich aus dem Krankenhaus gehe bzw. nach tiefen Wunden. Danach schläft ich fast immer wie ein Stein. Aber ein sehr unpraktisches Schlafmittel.
Die Ärztin im Krankenhaus war nett. Sie hat keine doofen Fragen gestellt, nur das nötigste („Sind Sie deswegen in Behandlung? Sind Sie gegen Lokalanästhetikum allergisch? Haben Sie Tetanus-Impfung? „) und auch immer gesagt, was sie da gerade tut und nachgefragt, ob ich es spüre (am Rand hat die Betäubung nicht gewirkt, da habe ich dann doch mal hörbar eingeatmet.). Wenn ich überlege, dass sich da in den letzten Jahren einiges geändert hat, bin ich wirklich froh. Früher bin ich oftmals irgendwelchen Idioten begegnet, die von „Nähe ich nicht, machen Sie ja eh wieder“ bis „na da brauchen wir ja keine Betäubung, wer sowas macht…“ alles zu bieten hatten. In letzter Zeit waren wirklich nur Ärzte da, die entweder „Verständnis“ hatten oder professionell genug waren ihren Mund zu halten und Job zu tun.
Zuhause werde ich einfach nur noch ins Bett fallen und schlafen.
Morgen muss ich in der Klinik anrufen für einen neuen Termin. Wenn es so läuft wie ich das will, dann werde ich die 5 Wochen wohl schaffen. Da bin ich doch ein klein wenig stolz auf mich.

Lachen – hast du mir gesagt
Du musst lachen
komm steh wieder auf

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