Mir ist ja schließlich freigestellt zu gehen

Gestern Abend fiel mir der Hammer auf den kleinen Zeh. Jetzt passt der Zeh farblich perfekt zu meinem Arm. Warum mein Arm immernoch aussieht als würde er eine Blume werden wollen verstehe ich allerdings auch nicht.

Gegenüber buddeln sie seit kurz vor 8 wieder an ihrem Loch. (Linchen, ich hätte wirklich lieber Boote!)
Seitdem bin ich wach. Geschlafen habe ich furchtbar schlecht. Lag wach, habe mich von einer auf die andere Seite gedreht, bin aufgestanden, wieder ins Bett und das ganze nochmal von vorne. Die Anspannung war gestern unglaublich hoch. Ausgehalten habe ich es trotzdem.
Ich hab allerdings Angst davor, es noch weiter aufzuschieben. Bei den letzten Malen ging das furchtbar schief.
Lieber jetzt versuchen oberflächlich zu schneiden? Oder doch aushalten? Ist es wirklich okay, wenn man so vieles versucht hat, dann nachzugeben? Habe ich dann versagt, oder ist es okay wenn ich nur nicht in der Chirurgie lande?
Ich will aber tief schneiden. Tief und schlimm und heftig.
Vielleicht versuche ich die Tage mal Nathalie anzurufen in der Klinik. Mit ihr kann ich über sowas reden.

Gleich versuche ich noch irgendwas sinnvolles mit diesem Tag anzufangen. Ich will kochen, will noch ein wenig aufräumen. Gutes tun, das muss ich definitiv. Und überhaupt viel mehr.

Morgen ist das telefonische Vorgespräch mit Freiburg. Ich bin gespannt, nervös, aufgeregt. Was auch immer. Vielleicht kann sie mir sagen, wie lange die Wartezeiten sind. Und ich glaube ich rufe gleich mal meine Krankenkasse an und frage nach, ob und wie es da möglich ist, dass ich von denen einen Zuschuss oder das Geld zurück bekomme, wenn ich da runter fahren muss.

Und life goes on.
Und irgendwie mach ich das schon! 
Schlimmer wird’s von ganz allein.

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