Mir platzt der Kopf, alles muss sich verändern. 

Neue Vorsätze. Auch ohne Silvester.
Ich war gerade einkaufen für den größten Teil des Restmonats. Das einzige, was zwischendurch noch frisch gekauft werden muss ist Obst, Gemüse und so ein Kram.
Aber zu den Vorsätzen. Ich will mir mehr gutes tun, mehr für mich kochen. Weil sowohl das kochen gut tut, als auch das genießen danach. Also habe ich mir nun vorgenommen mindestens 2 Mal in der Woche etwas aufwändiger für mich zu kochen. „Normal“ kochen klar öfter, aber mit aufwendiger meine ich ein wenig mehr als einfach nur was in die Pfanne werfen. Sondern richtig mit schnibbeln, schälen, rühren, wasweißich. Und mit Tisch schön decken. Und dann genießen, mit höchstens einem Buch vor der Nase, und nicht während Film oder TV einfach mal essen weil der Körper es braucht. Ich glaube damit kann ich mich relativ gut anfreunden, 2 Mal in der Woche ist nun auch nichts was mich direkt völlig überfordert. Den Beginn gibt es heute, mit leckeren Wraps gefüllt mit Hähnchen und frischem Gemüse. Und einem Salat dazu. Ich freue mich darauf. 🙂 und das Geschirr spülen danach gehört dann genauso zum Programm, auch wenn ich da natürlich weniger Lust drauf habe…
Und: mich selbst und das was ich tue selbst mehr wertschätzen. Letzte Nacht habe ich noch lange mit Schwester Sabine aus der Klinik telefoniert. Das Personal wertschätzt unglaublich was ich geleistet habe und leiste. Umzug, eigene Wohnung, mich um die dbt kümmern, die Intervalltherapie, die Zeiten dazwischen aushalten und meistern, nicht ständig tief zu schneiden und wenn es schlimm wird die Hilfe der Klinik suchen… Es tat gut das gestern zu hören, auch dass der Chefarzt wirklich verwundert war und ist über das was ich schaffe, weil er das eigentlich nicht gedacht hätte. Aber ich selbst muss das auch mehr wertschätzen. Momentan kann ich mich einfach nicht an den „normalen“ Maßstäben messen, morgens aufstehen, arbeiten, heim kommen, kochen, putzen, aufräumen, schlafen. Das ist einfach absolut nicht drin derzeit, deswegen kann ich mich nicht daran orientieren.
Und mal ehrlich, für ne Borderlinerin, die gerade soviel Veränderungen hinter sich hat, mit den alten Erinnerungen an das Trauma kämpft und vor ner Weile nicht mal eine Woche Zuhause oder einen Tag ohne schneiden ausgehalten hat schlage ich mich doch echt ganz gut. =)

Und so sitze ich nun hier in der Sonne, warte auf den Bus, der mich und meine Einkäufe heim bringt, versuche ein wenig stolz auf mich zu sein und finde das hier und jetzt an den Umständen gemessen doch tatsächlich gut und okay.

Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will seh’n wo’s hingeht. 
Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht. 
Hey, alles glänzt, so schön neu.

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