schließt die Augen, atmet ein und macht ’nen großen Schritt vom Rand 

Heute morgen bin ich aufgewacht und dachte, dass ich mich bald umbringe, nur damit diese Gedanken aufhören. Suizidgedanken wegen Suizidgedanken. Kranker scheiß.
Die Therapeutin fragte, ob ich in die Klinik gehe, wenn die Gedanken noch schlimmer werden. „Was bringt es, wenn ich etwas sage, es aber gar nicht so meine?“ – „Sagen Sie es trotzdem.“
Und nun stehe ich am Bahnhof, denke daran wie verdammt einfach es wäre jetzt einen großen Schritt zu machen will nach Hause und in mein Bett. Und vorher sämtliche Medikamente in mich schütten.
Es gibt ein paar Dinge, die ich eigentlich regeln müsste. Die Krankenkasse anrufen, ob der Schein ankam oder Dank Streik wieder fast 2 Wochen braucht. Oder den Strommensch anrufen. Oder mich bei V. melden, die mir schon vor 4 Tagen auf die Mailbox geredet hat. Oder, oder, oder. Stattdessen werde ich wohl in der Klinik anrufen und fragen, wie viel von dem Bedarf ich noch in mich pumpen kann, damit ich weiß wieviel mich davon umbringt damit ich mich heute irgendwie runter kriege. Oder ob ich dann lieber doch noch welche von den normalen Medis nehme.

Morgen wird es besser. Morgen wird es besser. Morgen wird es besser.
Das sage ich mir die ganze Zeit um nicht völlig zusammenzubrechen. Auch wenn ich genau das gerade will. Zusammenbrechen. Schneiden.
Aber wenn ich in der jetzigen Verfassung schneide mache ich definitiv etwas kaputt, denn ich fühle mich nur taub und leer. Da ist kein Körpergefühl, keine Realität, nichts.

war ein eher seltener Anblick, denn das Leben ist kein Spiel 
und die Angst vor dem Versagen bleibt als einziges Gefühl

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