Showing me the marks up and down her wrists

Es gibt so Tage, da wacht man auf und es ist einfach miserabel. Ich habe die Augen aufgeschlagen, direkt waren die Bilder aus meinen Träumen wieder da. Ich bin aufgestanden, habe meine Tabletten genommen, den Rollladen hochgezogen: Regen. Meine Nase ist zu, ich huste vor mich hin und fühle mich allgemein unendlich schlapp. Also hab ich meine Tiere gefüttert und bin nun wieder ins Bett gekippt.
Ich überlege hin und her, ob ich heute raus gehen soll, ob ich nicht in die Hauptstadt fahren soll, damit ich ein wenig raus komme, unterwegs bin, den Gedanken weniger Raum gebe. Aber ich fühle mich so matschig, dass ich gerade an nichts denken mag, was mehr als 30 cm von meinem Bett entfernt ist.
Vielleicht verbringe ich auch einfach den Tag mit Kuscheldecke im Wohnzimmer, zeichne ein wenig (ich wollte für die Schülerin in der Klinik ein Bild, dass ich dort in klein gemalt habe, in groß machen, weil sie es so toll fand), lasse mich von Musik oder TV berieseln. Ich weiß es nicht. Und so liege ich mit brennendem Arm (wie gut, dass die Finalgon immer noch brennt, das holt mich grade ein wenig runter) in meinem Bett, während Katerkind auf mir rum spaziert und vor sich hin gurrt. Vielleicht drehe ich mich einfach nochmal um, mache mir lost an und schließe einfach die Augen. Mein kranker Körper würde es mir bestimmt danken, meinen wirren Gedanken schadet es sicherlich auch nicht. Und vielleicht ist der Tag nach einem zweiten aufwachen ja besser.

She said, „Should you ever see the Dragonfly Queen
Tell her I’m a waiting for my wings
Tell her I’ll be waiting where the river bends

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