So viel besser als das

Der Herr Psychiater war sehr nett gestern. Auch wenn er zwischendurch einige Male am liebsten wütend geworden wäre, besonders als es um die Selbstverletzung und den Suizidversuch ging. Wir haben lange geredet über die Situation, über die Medikamente und die Möglichkeiten. Wenn auch mit etwas Bauchschmerzen, weil es passieren kann, dass die Suizidalität steigt, haben wir nun beschlossen die AD-Dosis schrittweise zu erhöhen. Erst mal um 10 mg, in 2 Wochen werden wir dann schauen, ob ich was merke davon und dann eventuell weiter erhöhen, oder ob es vielleicht ein anderes Medikament werden muss. Außerdem habe ich den Bedarf, den ich auch in der Klinik kriege, nun Zuhause. Ich hoffe, dass ich durch die Erhöhung nicht wieder die ganzen Nebenwirkungen vom Anfang kriege, denn 2 Wochen lang mit Übelkeit durch die Gegend zu rennen und mich zu übergeben brauche ich wirklich nicht.

Gestern bin ich früh ins Bett, ich habe 16 Stunden geschlafen, allerdings auch mit doppelter Dosis Bedarf intus, weil es gestern Abend furchtbar würde. Nach einer Nacht ohne Schlaf waren 16 Stunden auch wirklich nötig. Dann war ich einkaufen und in der Apotheke die restlichen Medikamente abholen, habe gegessen, Wäsche gewaschen und werde gleich mal unter die Dusche hüpfen und gegen halb 5 aufbrechen in die Hauptstadt Richtung Konzert. Ich freue mich schon sehr, auch wenn ich wegen dem Bedarf noch ein wenig Matsch bin.
Ich hoffe es wird heute Abend nach dem Konzert besser als gestern Abend.
Vielleicht schaffe ich es bevor ich fahre noch ein wenig aufzuräumen, ein paar rumliegende Sachen an ihren Platz zu packen und dann auch die Klamotten zu finden, die ich gerne anziehen will.

Wir reden in Konjunktiven – Wir
Könnten, wenn wir würden – Hier
Bleibt alles, wie es ist
Weil man vergisst, dass man sich selbst vermisst

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