Happy end.

120 Stunden voller Angst und Schmerz und Tränen liegen hinter mir.

Das Küchenfenster ist zu, nachdem es seit Dienstag aufstand. Seit Dienstag, seit Janosch wie so oft aus dem Fenster sprang und in den Garten verschwand… Aber nicht mehr heim kam.

Vorhin hört man 4 Pfoten auf dem Küchenboden landen und wie selbstverständlich steht mein Katerkind da und brüllt nach Futter. Er hat Hunger, er hat Durst, eine dreckige Nase, aber sonst geht es ihm gut. Er hat wie immer nur Blödsinn im Kopf, lässt sich kraulen zwischen den Ausflügen zum Trinkbrunnen, erzählt fleißig und jagt Bällchen hinterher.

Vermutlich war er irgendwo eingesperrt. Er ist nicht dreckig, hat keine Zecken, ist nicht müde. Nicht verletzt, nicht verstört. Nur Futter und Wasser und Kraulen haben ihm gefehlt.

Er ist wieder da. Der schnurrende Haufen Fell, der mir so unendlich viel bedeutet. Die endlosen Stunden sind vergessen mit einem Miauen. Die Tränen der Angst und des Schmerzes sind zu Freudentränen geworden und ich kann nicht mehr aufhören in sein Fell zu weinen.

Er ist zuhause. ❤️

Wenn das Leben grad zu allem schweigt

Suizidalität. Immer noch so ein Ding, mit dem ich einen Weg finden muss.

Ich bin chronisch suizidal. Eigentlich ist das kein Ja oder Nein, sondern eine konstante Grauzone. Auch an guten Tagen, an denen alles irgendwie okay ist, bin ich trotz allem suizidal.

Das bedeutet nicht, dass ich jeden Tag kurz davor bin mich von einer Brücke zu stürzen. An den meisten Tagen ist sogar relativ klar, dass ich es definitiv nicht tun werde. Trotz der Suizidalität. Es gibt diese Gedanken und Gefühle einfach jeden Tag. Mal mehr, mal weniger, aber sie sind da. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie über längere Zeit mal verschwunden waren. Aber es geht beides. Ich kann sowohl darüber nachdenken, dass ich eigentlich nicht mehr leben möchte, als auch leben. Ich kann trotz dieser Gedanken klar sagen, dass sie da sind, aber mich nicht zum Handeln zwingen.

Damit irgendwie umzugehen, sie zu akzeptieren und vor allem eben nicht zu handeln, das war ein weiter Weg. Mittlerweile weiß ich, dass meine Gefühle nicht immer zwingend eine Handlung erfordern, manchmal sogar im Gegenteil. Manchmal ist es gesünder eben nicht zu handeln. Und damit meine ich auch dagegen anzukämpfen. Denn es ist ein Kampf gegen Windmühlen, ein Anrennen gegen mich selbst, das ich nur verlieren kann.

Die Gedanken sind da und es ist okay. Ich schaffe es damit zu leben, sie zu bemerken und meistens zu akzeptieren und einfach Gedanken sein zu lassen.

Das funktioniert allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt. Ich merke mittlerweile eigentlich relativ gut, wann der Wendepunkt kommt, an dem diese Gedanken mehr sind als meine alltäglichen Begleiter. Sie werden lauter, intensiver, häufiger. Und: sie bleiben keine Gedanken. Sie werden zu Überlegungen, zu Plänen, zu einer Option.

Und ich weiß auch, wann es passiert. In den Momenten, in denen mir die Kraft fehlt, einen Ausgleich zu finden. In den Stunden, in denen mich Dunkelheit beherrscht und ich kämpfen muss um die kleinsten Dinge zu schaffen. An den Tagen, die nur aus aufstehen, Fassade aufrecht erhalten und wieder schlafen gehen bestehen. Wenn alles schwer wird und unglaublich anstrengend und ich es nicht schaffe etwas positives in dem endlosen Aufeinanderfolgen der Minuten zu finden. Wenn alles eine Qual ist, vom Aufstehen am Morgen übers Anziehen bis zum Schlafengehen, wenn allein die Vorstellung etwas zu kochen oder einzukaufen oder auch nur irgendwas zu tun mich schon völlig verzweifeln lässt. In Krisen werden die Gedanken so unglaublich laut, das alles andere so klein wird.

Ich weiß, dass es vorbei geht. Doch mit jedem Tag scheint es unerträglicher zu werden, schmerzhafter, dunkler. Bis ich das Gefühl habe, dass die Dunkelheit der Gedanken mir jedes Licht nimmt, jedes bisschen Sauerstoff durch die Schwere aus meinen Lungen gepresst wird, jede Hoffnung auf eine Besserung von Schmerz betäubt ist.

Ich habe Angst davor. Ich habe Angst nicht rechtzeitig zu bemerken, wann meine Kraft zuende ist. Ich habe Angst davor, dass es mich plötzlich umwirft und ich nicht mehr in der Lage bin zu handeln. Ich habe Angst, dass ich auf diesem scheinbar ausweglosen Fall nach unten den letzten Halt verpasse.

Gerade ist alles trüb und dunkel und schwer. All die Dinge, die sonst Spaß machen, versinken in einem endlosen Nebel aus Schmerz und Suizidgedanken und Hoffnungslosigkeit.

Noch ist da dieser kleine Teil in mir, der brüllend kämpft, der um jeden schönen Moment ringt, der mit aller Macht versucht sich gegen die Dunkelheit zu stemmen. Doch mit jedem Tag in diesem Chaos aus Gedanken und Gefühlen wird er schwächer und schwächer und die Angst, der Schmerz und die Hoffnungslosigkeit fressen Löcher in ihn.

Es ist ein unglaublich labiles Konstrukt derzeit, auf dem mein Leben vor sich hin balanciert. Ich bin unglaublich müde vom Kämpfen und Starksein und würde so gerne einfach nur schlafen. Schlafen, bis es vorbei ist, bis es wieder besser wird, bis ich wieder die Kraft habe zu leben.

Noch klammere ich mich daran, dass es enden wird. Dass es immer geendet hat, dass es immer wieder vorbei ging. Das ist mein Halt, mein Rettungsanker. Und ich hoffe einfach, dass es vorbei geht, bevor ich die Kraft und die Hoffnung verliere.

~ Sei nicht so hart zu dir selbst
Auch wenn dich gar nichts mehr hält
Du brauchst nur weiter zu gehen
Komm nicht auf Scherben zum Stehen ~

Albtraum

Die Dämonen der Vergangenheit haben sich wieder mal in meine Träume geschlichen. Ich wache schreiend auf, mit Herzrasen, Panik, Zittern. Breche im gleichen Moment in Tränen aus und heule und schluchze unkontrolliert, während der Zitronenkater mir vor Schreck über meinen Schrei in den Arm beißt und dann verwirrt und mit großen Augen vor mir sitzt, mich anbrüllt, weil er nicht versteht was plötzlich los ist.

Wenig später krabbelt er auf meinen Schoß, miaut erbärmlich, will gekrault werden und holt mich mit seinem Schnurren ein wenig in die Realität zurück, die mir gerade so sehr entgleitet.

In meinem Traum vermischen sich Realität und Vergangenheit. Ich bin nicht mehr das kleine Mädchen, sondern so alt wie jetzt. Dennoch finde ich mich in meinem alten Kinderzimmer wieder, verändert aber doch so vertraut. Mein Vater flippt aus, zerstört in seiner Raserei Dinge, bis ich fliehe, raus aus der Wohnung, wie vor so vielen Jahren. Der Schlüssel zur Wohnung ist seltsamerweise der zur Wohnung meiner Mutter, am Schlüsselband und mit dem Anhänger, den mein Schlüssel von ihr in der Gegenwart hat.

Ich rufe die Polizei um mich zu schützen. Anders als in den ganzen Jahren, in denen ich keine Möglichkeit hatte mich zu schützen. Während ich warte sehe ich gleichzeitig, wie er mein Zimmer durchwühlt, Briefe liest, meinen Laptop öffnet (der auch nur in der Gegenwart existiert) und Mails liest. Ich fühle mich hilflos ausgeliefert und will nicht, dass er sich bis in mein Innerstes vorarbeitet, Dinge liest, die so intim sind, die nichts zu suchen haben im Kontext mit ihm.

Als ich hochschrecke bleibt das Gefühl der Angst vor ihm, die Angst vor seinen Ausbrüchen und das Gefühl völlig schutzlos zu sein, weil er so tief in meine Privatsphäre eingedrungen ist. Ich bin gefangen in den Bildern der Vergangenheit, in der alten Angst. Es fällt mir unglaublich schwer in der Realität zu bleiben, während Träne um Träne fließt.

And I’m too young for this

Es ist anstrengend momentan. Es schwankt von gut zu okay zu furchtbar zu okay zu gut. Ständig. Ich weiß nicht, seit wann genau ich eigentlich chronisch suizidal bin, aber es sind definitiv schon über 10 Jahre… Doch so häufig wie momentan hat es mich schon lange nicht mehr umgeworfen. Vielleicht, weil das Ende des Lebensvertrags vor der Tür steht, weil ich mich mit der Verlängerung auseinander setzen muss. Der Termin mit Schwester Nathalie steht, bis dahin wird der neue Lebensvertrag fertig sein. Ich überlege noch, wen ich sonst als Zeuge unterschreiben lasse. Meine Therapeutin fällt weg, denn sie ist nun nicht mehr meine Therapeutin. Und das stimmt mich traurig, denn gerade fehlt es mir so sehr einen Platz für das Chaos in meinem Kopf zu haben. Einen Platz für die Angst und die Dämonen der Vergangenheit, für die Erinnerungen und die Flashbacks und diese verdammten Suizidgedanken.

Es kann so schnell kippen momentan. Vor allem, weil die Panik mich immer wieder so plötzlich anspringt. Zum Beispiel am Donnerstag in der Achtsamkeit, wo der Butterpfirsichkeks mich danach zum Glück nach draußen und im Anschluss auf die Station begleitet hat, bevor wir zusammen in die Stadt gezogen sind und die Panik irgendwann endlich nachließ.

Die Panik macht es so schwer momentan, weil die Angst vor der Angst mich blockiert. Ich traue mich so viel weniger hinaus, weniger in die Hauptstadt, weniger unter Menschen, weil ich Angst habe, dass ich Angst kriege. Es funktioniert mit Menschen, die davon wissen. Dann kann ich ein wenig los lassen, weil ich weiß, dass ich im Notfall nix erklären muss.

Am Freitag hätte ich eigentlich einen Termin bei meinem Psychiater gehabt. Endlich. Ihm endlich erzählen von dem was passiert ist, von der wiedergekehrten Panik, von der Angst vor der Angst, den Schlafproblemen derzeit und der Suizidalität… Vorhin hat er abgesagt. Die Praxis ist zu, das komplette Team krank. Meine Welt stürzt mal wieder zusammen, weil ich mich so sehr an diesem Termin festgehalten habe. Weil ein neuer Termin vermutlich auch wieder erst in mehreren Wochen sein wird… Weil es noch mehr Wochen und noch mehr Wochen werden, bevor ich mit diesem Chaos endlich irgendwo hin kann.

Das alles lähmt mich derzeit so sehr, dass ich kaum die Dinge geregelt kriege, die ich tun will.

Aufräumen zum Beispiel. Seit gestern ist meine Wohnung endlich wieder meine Wohnung. Mein ehemaliger Untermieter hat seinen Scheiß endlich abgeholt und ich staune jedes Mal, wenn ich in die Küche gehe, wie groß sie plötzlich wieder ist, wie viel Boden ich habe. Es fühlt sich unglaublich gut an wieder mein Reich zu haben, ganz für mich alleine.

Und gleichzeitig fühle ich mich schlecht, weil ich gerne mehr tun würde. Mir mein Reich endlich wieder aneignen, aufräumen, Ordnung schaffen, meine sicheren vier Wände zurückerobern. Oder mein Exposé schreiben. Oder mehr Freunde treffen. Oder oder oder. Die Ansprüche an mich selbst kollidieren wieder völlig mit den Dingen, die ich gerade zu leisten vermag.

Ich finde mich selbst unglaublich anstrengend. Weil es so sehr schwankt, weil ich aktuell viel rumjammer, weil ich mich selbst als Belastung empfinde. Weil ich übervorsichtig bin, was ich anderen Menschen anvertraue, aus Angst, dass ich zuviel bin. Weil Ablehnung gerade nicht zu ertragen wäre. Weil die kleine Zitrone in mir gerade so unglaublich verletzt ist, so unglaublich ängstlich und traurig und alleine. Weil ich mir so sehr wünsche, dass mir jemand sagt, dass ich okay bin so, dass ich okay sein darf, dass es okay ist zu leben und Gefühle zu haben und dass ich reden darf, schreiben darf, dass es okay ist nicht mehr zu schweigen.

Weil gerade alles so sehr wankt. Weil es meine Grundfesten erschüttert, mir das Fundament wegbröckelt, weil der alte Schmerz alles unterspült.

Die alten Stürme werfen mich hin und her, wie ein kleines Boot auf hoher See. Ohne Halt, ohne sicheren Hafen.

~ Look, five deep cuts on my arm
Where you touched, hands are razorblades
Five bleeding wounds, always fresh
Bleed out life ‚til it’s gone

And I’m too young for this
Slowly I am faiting as my innocence
Leaves me and I’m aching
As I start to die, a painful death
A slow decay, because you raped my soul today ~

– my glorious

Why would you do that?

That’s every suicide. Every single one. An act of terror perpetrated against everyone who’s ever known you. Everyone who’s ever loved you. The people closest to you, the ones who cherish you are the ones who suffer the most pain, the most damage. Why would you do that? Why would you do that to people who love you?

– The Blacklist

Suizidalität ist ein großes Thema momentan. In mir ist unglaublich viel Schmerz und Traurigkeit.

Manchmal frage ich mich, wo diese Traurigkeit und der Schmerz in den ganzen letzten Jahren waren. Klar, immer mal wieder da und auch intensiv da, doch aktuell trifft es mich immer wieder mit einer solchen Wucht, dass kein Raum mehr für etwas anderes bleibt.

Ich möchte schneiden, weil ich diese Gefühlswucht nicht aushalte. Weil ich es gut dosiert in kleinen Häppchen zwar schaffe, aber nicht in dieser Intensität, nicht, wenn es mich mit solcher Wucht trifft. Es erinnert mich an die Abende in meinem Kinderzimmer, an die feinen roten Linien auf meinem Arm, an die Tränen, die sich in mir aufstauen und niemals alle geweint werden können.

Die Selbstverletzung fehlt. Sie fehlt mir so unglaublich und gerade in den Momenten, in denen ich mit der Panik kämpfe, mag ich sie nur aus mir raus schneiden. Alles andere wird so klein, wenn meine Welt auf mein hämmerndes Herz in meiner Brust zusammen schrumpft, wenn da nichts mehr ist als die Angst, der rasende Puls, die Kälte und das Zittern. Dann ist es plötzlich so egal, dass es bald zwei Jahre ohne Schneiden sind, dann ist egal, dass ich es eigentlich nicht mehr will, dann ist egal, dass es letztendlich nur eine kurze Erlösung bringt. Dann will ich einfach nur, dass es aufhört, und der Preis ist dabei egal.

Und dann kommen noch die anderen Dinge dazu. Mein Untermieter, der seit 10 Stunden eigentlich nicht mehr mein Untermieter ist. Der sich aber nicht dazu herablässt, seinen Kram hier abzuholen, der gestapelt in der Küche steht. Der mir also auch meinen Schlüssel noch nicht wieder gebracht hat. Zwischen dessen Sachen ich beim rausräumen noch mehr leere Blister Medikinet entdecke, eins mit dem Aufkleber aus der Klinikzeit. In der Klinik war ich zuletzt letzten Sommer, also muss er sich schon damals an meinen Medikamenten bedient haben. Wut, unglaubliche Wut und Enttäuschung und das Gefühl hintergangen worden zu sein. Gefühle, die sich potenzieren, aufschaukeln und schließlich in Selbsthass umschlagen, weil man doch nicht wütend sein darf, keine Gefühle haben, nicht existieren, nicht aufmucken. Glaubenssätze. Heimatfilm.

Schwester Nathalie rettet mir vorgestern mal wieder den Hintern, als ich nur noch eskalieren möchte, als alles in mir schreit und ich vor Anspannung nicht mehr denken kann. Ich bin unglaublich froh, dass sie Dienst hat und ich sie am Telefon habe. Sie sagt mir, dass es das richtige Gefühl ist. Dass ich wütend sein darf. Und enttäuscht und verletzt. Aber vor allem auch wütend. Dass es da hin gehört, absolut passt, absolut angemessen ist. Während dem Reden kommen die Tränen und die Anspannung weicht, wird erträglicher, aushaltbarer. Ich kotze mich aus, lasse meine Wut raus, meine Tränen, das ganze Chaos. „708 Tage Frau Zitrone!“ sagt sie immer wieder und ich muss lächeln.

Wir reden noch kurz übers Studium. Darüber, dass ich mir gerade mein Leben aufbaue, in dem solche Menschen einfach keinen Platz mehr haben. Und wir verabreden uns für Ende März, wenn sie aus dem Urlaub zurück ist, denn dann kann ich ihr den Lebensvertrag vorbei bringen und stolz sagen, dass es tatsächlich 2 Jahre ohne Selbstverletzung sind.

Viel Chaos momentan. Doch immer und immer wieder und weiter kämpfen und es schaffen. Mit jedem Moment, der eigentlich unaushaltbar schien, ein Stück mehr wachsen.

Und wenn alles zuviel wird, dann zieht mein Körper die Notbremse. Mal wieder.

Montag nach der Klausur bin ich zu Mama und wollte von dort aus eigentlich nur kurz nach Hause, das Katerkind und die Quietschnasen füttern, ein paar Sachen holen und wieder zurück. Pustekuchen. Bis in die Hauptstadt schaffe ich es, dann wirft mich die Panik um. Nichts geht mehr, kein Zentimeter vor, kein Zentimeter zurück. Welle um Welle, bis die Übelkeit kommt, sich mit der Panik abwechselt, bis der Kreislauf anfängt zu streiken. Bis ich irgendwann dann doch zu Tavor greife, atme, bis D. mich per WhatsApp begleitet zum Gleis und im Zug und letztendlich bis vor meine Haustür. An nochmal raus gehen oder zu Mama zu fahren ist absolut nicht zu denken. Und zwischen Kotzen und Zittern und Heulen steht irgendwann fest, dass es nicht geht. Dass ich nicht Lernen kann und auch beim besten Willen keine Klausur schreiben. Selbstfürsorge. Auch wenn meine Gefühle eskalieren, mir tausend wenn und aber durch den Kopf schießen, mein Pflichtgefühl mit Leuchtreklame durch die Gegend hüpft – es geht nicht. Die Panik ist zwar irgendwann weg, doch den Abend und die Nacht verbringe ich hauptsächlich auf meinem Badezimmerboden.

Und so schreibe ich gestern keine Klausur. Stattdessen fahre ich zu meiner Ärztin, die mir sagt, dass ich ziemlich beschissen aussehe. Doch sie strahlt, als ich ihr sage, dass es im Großen und Ganzen seit der dbt wirklich okay ist, dass da keine Selbstverletzung mehr ist, dass ich studiere. Sie freut sich ehrlich und ich muss lächeln, denn ich erinnere mich noch zu gut an die Gespräche in der Praxis, während sie mir Fäden aus dem Arm zieht oder entzündete Wunden versorgt.

Ich hasse es, wenn mein Körper aufhört zu funktionieren. Wenn schon die Psyche ein so völlig labiles Konstrukt ist, dann mag ich wenigstens einen Körper, der tut was er soll.

Heute noch. In 4 ½ Stunden schreibe ich Recht, dann ist es vorbei erstmal. Termin bei der Krisenbetreuung, meine Krankmeldung in den Attestbriefkasten schmeißen, meinen Kram bei Mama einsammeln und heim zum Zitronenkater und den Quietschis. Ausschlafen.

Am Freitag kommt die liebe fylgja zu mir, ich freue mich unglaublich darauf. Ich weiß, dass ich ihr nicht viel erklären muss, dass sie mich und mein Chaos versteht. Einfach fallen lassen können und ich sein, nach dem ganzen Durchhalten und Lächeln und den Schein wahren.

Atmen. Plan und Ziel für heute. Das irgendwie hin kriegen, dann ist es vorbei.

Und jetzt dreh ich mich nochmal ’ne Stunde um und versuche ein wenig Schlaf zu kriegen. Klausuren um 8 Uhr sind echt fürn Popo, da bin ich absolut noch kein Mensch.

Es passt nicht. Es passt einfach hinten und vorne nicht. Ich sitze hier, innerlich so furchtbar kaputt und zerstört, doch meine Arme sind heil. Ich ertrage es kaum, denn ich kann diese beiden Dinge nicht miteinander in Einklang bringen. Ich kann es kaum aushalten, dass das Innere und das Äußere nicht zusammen passen.

Der Schmerz, der gerade in mir steckt, passt da überhaupt nicht rein. Da ist so viel Schmerz auf so wenig Raum. Und er ist nicht greifbar. Nicht sichtbar. Wunden sind das. Ich kann sie sehen und irgendwann auch spüren, ich kann sehen, dass da etwas kaputt ist. Und ich verstehe nicht, wie da so viel Schmerz sein kann in mir ohne heraus zu brechen. Ich warte darauf, dass sich mein Brustkorb öffnet und Welle um Welle hinausströmt, weil so viel kaputt sein doch einfach nicht in mich passen kann.

Innen und außen passt einfach nicht. So gar nicht.

Schon lange habe ich mich nicht mehr so zerfetzt gefühlt. So zerstört und instabil und voller Chaos. Die Klausuren treiben mich in den Wahnsinn, weil da einerseits immer noch diese allgegenwärtige Panik ist, die mich einfach umhaut und auch nicht davor Halt macht, dass ich lernen muss und Klausuren schreiben. Andererseits habe ich das Gefühl, dass alles aus meinem Kopf wieder raus fällt, als würde ich versuchen Wasser mit einem Sieb aufzufangen.

Und, vor allem, triggert es alte Erfahrungen. Worte in meinem Kopf, die so tief sitzen, dass selbst 12 Jahre nichts ändern konnten. Du kannst nichts. Du wirst nie etwas erreichen. Die anderen sind viel besser. Alle schreiben bessere Noten. Du bist dumm. Aus dir wird nichts werden, außer Putzfrau.

Es sitzt so tief in mir, dass ich nicht dagegen ankomme. Selbst nicht mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, einer guten noch dazu, nicht mit einem Schlussabschluss, der mich nun zum Studium befähigt, nicht mit all den Dingen, die ich bisher erreicht habe.

Gerade fühle ich mich angesichts des Lebens einfach überfordert. Unfähig. Wie soll ich jemals normal leben? Normal mit all diesen Dingen umgehen?

Meine Mutter hat mir heute morgen einen Apfel aufgeschnitten. Mein Vater hat mir extra meine Lieblingssorte Gummibärchen gekauft. Worte, die ich heute morgen vor der Klausur höre. Worte, die mich so unglaublich treffen. So sehr wünsche ich mir in diesen Krisenzeiten wenigstens eine normale Familie, die mich unterstützt, die mich ermutigt, die mir sagt, dass ich das schaffen kann, die an mich glaubt. Ein normales Leben, ein normales Aufwachsen in einem normalen Elternhaus. Wie gerne wäre ich heute einfach heim gekommen, hätte mich von meiner Mutter und meinem Vater drücken lassen, weil die erste Klausur hinter mir liegt, mich hingesetzt und gelernt. Stattdessen kämpfe ich darum mich nicht zu verletzen. Kämpfe darum weiter zu atmen, weiter zu leben.

Schmerz. Nichts als Tränen und Schmerz.

Ich hätte gerade so gerne jemanden hier, der mich einfach nur in den Arm nimmt.

Und jede Antwort fällt so schwer, zieht uns tiefer rein ins Meer

Es ist eine seltsame Zeit momentan. Zwischen Lernen und Panik und Kaffee trinken. Einerseits habe ich mir so immer das Erwachsensein vorgestellt. Wenn ich Menschen sah, die mit Freunden im Café saßen, dann war das immer ein Ziel für mich. Irgendwann auch mal mit Freunden da sitzen und Kaffee trinken und reden und lachen. Das tue ich momentan viel und ausgiebig mit D., Kaffee trinken und manchmal wie verrückt (haha, sind wir ja) lachen, manchmal über ernste Themen reden, aber vor allem einfach Zeit genießen.

Und gleichzeitig existiert das Chaos. Das Chaos in meinem Leben und in meinem Kopf. Und die Angst. Die Angst vor der Angst und die Angst vor der Angst vor der Angst. Deswegen sitze ich auch heute morgen ziemlich müde in der Ambulanz der Klinik bei der Ärztin, die letzte Woche AvD war, als ich abends in die Klinik kam. Sie schickt mich auf die Station und von dort gehe ich mit ein paar Tavor in der Tasche. Für den Notfall. Wenn alles andere nichts bringt, wenn die Angst mir wieder den Hals zuschnürt und ich mir sicher bin, dass ich sterben werde. Vielleicht lindert es die Angst vor der Angst, dass ich nun weiß da ist etwas für den absoluten Notfall. Auch wenn ich mir gerade wirklich Watte im Kopf wünsche, so lasse ich doch die Finger davon. Ich kenne mich und das letzte was ich jetzt brauchen kann ist ’ne Medikamentenabhängigkeit. Und es gibt auch Sicherheit angesichts der Klausuren vor mir, bei denen ich erfahrungsgemäß sowieso Panik haben werde. Und eine Panikattacke wegen Klausurpaniksymptomen will ich nun wirklich nicht haben.

Vielleicht ist heute wieder einer dieser Wendepunkte. Ich fange an zu weinen, als ich mit der Angst zusammengerollt im Bett liege. Ich weine um mich, um den Schmerz in mir, um den Horror der Nacht, in der ich in Obhut genommen wurde. Ich weine zum ersten Mal nur wegen diesem Abend und dem was er in mir auslöst. Nicht wegen dem davor oder dem dahinter, sondern einzig und allein wegen diesem Abend. Ich weine mit dem verängstigten Mädchen von damals, dass nicht versteht was geschieht, dass nicht in Einklang bringen kann, wie dieser Mensch vor mir, der mir soviel bedeutet, den ich so sehr liebe, mit dieser Kälte in den Augen vor mir stehen kann und mir sagt, dass er mich umbringen wird. Ich weine, weil bisher kein Platz war für die Traurigkeit und den Schmerz. Zusammengerollt auf meinem Bett, während dem Lernen für die Klausuren, auf dem Weg ins Bad, in der Küche, im Wohnzimmer. Immer und immer wieder kann ich die Tränen nicht zurück halten, weil der Schmerz einfach so endlos ist. Ich weine, weil ich derzeit so gerne einfach nur Platz und Raum fürs Lernen haben würde, weil es mich gerade so kaputt macht, weil die Angst zurück ist. Ich weine, weil ich nicht weiß wohin mit all diesen Gefühlen, weil ich nicht weiß, wie ich nach all diesen Jahren nun damit umgehen soll, weil es mich nun einholt. Ich weine aus so vielen Gründen und habe das Gefühl, dass es nie enden wird. Dass in mir ein endloses Meer aus Schmerz und Angst und Traurigkeit ist, welches niemals ausgeweint sein wird.

Ich weine, weil mir so sehr eine glückliche Kindheit fehlt. Weil ich so gerne einfach normal aufgewachsen wäre. Weil ich mich statt mit Klausurthemen mit Angst rumschlage.

Ich weine, weil ich so gerne einfach nicht mehr stark sein würde. Weil ich immer stark sein musste, seit ich denken kann. Weil ich keine Gefühle zeigen durfte, mich nicht angreifbar machen, niemals Schwäche zeigen. Loslassen ging nur über die Selbstverletzung. Schmerzen spüren, weinen, wütend sein, all das ging nur übers Schneiden. Und so gerne würde ich gerade diesen Weg gehen. Würde all das raus lassen durch Wunden in meiner Haut. Genau so gerne würde ich aufgeben, würde all dem Gefühlschaos so gerne ein Ende setzen, aufhören zu existieren. Würde so gerne aufgeben, einfach mal nicht stark sein müssen. Aufgeben und gehen, endlich gehen. Weil es mich immer wieder einholt, immer wieder umwirft. Weil es ein so endloser Kampf zu sein scheint. Weil ich immer und immer wieder falle. Wieder. Und wieder. Und wieder.

Wo kommen all die Zweifel her
Die uns ins Herz geschlichen sind
Und uns in letzter Zeit so in Frage stellen
Sollen wir fliehen oder kämpfen
Geht es dir da so wie mir
Dass man manchmal einfach nicht mehr weiß wofür

Angst

Manchmal möchte ich meinen Körper und meine Gefühle gerne anbrüllen, möchte darauf einschlagen und toben und sie irgendwie dazu bringen die rationalen Dinge in meinem Kopf doch bitte zu verstehen.

Zum Beispiel, dass ich nicht sterben werde. Nicht plötzlich abends aus heiterem Himmel auf meiner Couch. Doch genau das behaupten Körper und Gefühle. Ich werde sterben. Sofort.

Eine weitere Welle der Panik flutet über mich, ebbt ab, doch bevor sie richtig abflachen kann türmt sich wieder eine Welle auf und flutet über mich, reißt mich mit, nimmt mir die Luft, bringt mein Herz zum Rasen, meinen Verstand an den Rand des Wahnsinns, bevor es langsam wieder nachlässt und dann die Angst vor der Angst wieder in einer neuen Welle endet. So vergeht Welle um Welle und ich sitze ein wenig später mit der Ärztin von Dienst in der Psychiatrie im Arztzimmer auf Station. Zitternd und bebend und mit Herzrasen, während auch sie mir sagt, dass ich nicht sterben werde und ich zum ersten Mal seit Jahren wieder Tavor nehme, weil mir gerade ziemlich egal ist was passiert, Hauptsache diese Panik hört auf.

Tina fragt, ob ich sagen kann, was für eine Angst es ist. „Todesangst“ ist das einzige, dass ich heraus bekomme, und ich bin wieder 17 und bange um mein Leben. Mein Kopf weiß, dass ich nicht sterben werde. Der Rest von mir weiß es anscheinend nicht. Und so sitze ich kurz darauf auf der Station, zitternd und mit dem Igelball in der Hand, während eine Mitpatientin versucht mich abzulenken und mir von diesem und jenem erzählt, Schwester Sabine legt mir irgendwann eine Decke um die Schultern und steckt sie fest, weil ich so furchtbar friere, bis endlich langsam Ruhe einkehrt in mir, bis die Medikation endlich wirkt, bis da kaum noch was ist von der Angst. Was bleibt ist die endlose Kälte, die nun auch Stunden später unter 3 Decken noch zu spüren ist. Und es bleibt ein wenig mehr Angst vor der Angst, ein wenig mehr Angst vor dem nächsten Mal, an dem die Wellen über mir zusammen schlagen und ich wieder sterben werde.

Und es bleibt Wut. Wut darüber, dass mein Leben so kaputt ist wie es ist, dass ich so kaputt bin. Wut, weil ich ein Kind war, dass keinerlei Möglichkeiten hatte als sich anzupassen an die verrückte Welt, in der es aufwuchs, Wut, weil dieses Kind so viel Angst und Schmerz erleben musste, Wut, weil er all diese Dinge getan haben, die heute dazu führen, dass ich als Erwachsene immer noch sterbe.

Und Traurigkeit. Traurigkeit, weil dieses Kind das erleben musste, weil es keinen Ausweg gab, weil letztendlich Selbstverletzung und Selbsthass zum überlebensnotwendigen Mittel wurden, weil da bis heute so viel Selbsthass und der Wunsch mich zu zerstören sind, weil die über Jahre geschlagenen Wunden so viele Jahre länger brauchen um auch nur ansatzweise eine Kruste zu bilden, die bei der kleinsten Kleinigkeit wieder aufbricht.

In Nächten wie diesen möchte ich einfach nur verschwinden. Mich auflösen und nicht mehr existieren, weil ich so müde bin vom kämpfen, so müde von Therapie und Verhaltensänderungen und dem ständigen Arbeiten müssen an mir, obwohl ich für all diese Dinge doch nichts kann. Es kommt einer Verurteilung zu lebenslänglich gleich, denn es wird immer wieder Situationen geben, in denen mich diese Dinge beeinflussen. Egal wie viel Therapie ich mache, egal wie viel ich mich entwickeln werde. Es sind die dunklen Stunden, in denen das Damoklesschwert über meinem Kopf schwebt, in denen ich aufgeben möchte, weil der Kampf so sinnlos erscheint. Weil es keine Garantie gibt, weil ich vielleicht immer wieder in irgend einer Klinik auf irgend einem Stuhl irgend einem Arzt gegenüber sitzen werde, weil ich gerade sterbe. Oder gerade nicht sterbe, aber sterben will. Es erscheint so sinnlos zu kämpfen, Medikamente zu nehmen, mich nicht zu verletzen, Therapie zu machen, wenn es doch nie sicher sein wird, dass es okay ist. Oder besser wird. Oder vielleicht sogar gut sein könnte.

In den dunklen Stunden fehlt mir der Wille zu kämpfen, der Wille weiter zu machen. Damit meine ich gerade nicht, dass ich mich gerne umbringen würde, denn tatsächlich bin ich in Hinblick darauf erstaunlich sicher es nicht zu wollen (oder es ist nur die Tavorwatte in meinem Kopf oder die Erschöpfung nach der Panik). Ich will einfach nicht mehr existent sein. Verschwinden, ohne dass es irgendwelche Folgen für irgend jemanden hätte. Mich auflösen, als sei ich nie da gewesen.

Ich weiß, dass es andere Momente geben wird. Ich weiß, dass das nicht grundsätzlich meine Einstellung zum Leben ist.

Doch gerade, irgendwo zwischen der Angst und der Angst vor der Angst, während mein Körper es nicht schafft die Kälte los zu werden und meine Augen sich immer wieder mit Tränen füllen, da ist es einfach nur dunkel. Da mag ich mich auflösen und zu Nichts werden, nie existent gewesen sein.

Panik

Craving deluxe. Ein solches verdammtes Verlangen. Ich kann mir verdammt gut vorstellen wie es sich anfühlt von einer Substanz abhängig zu sein, ein solch unglaubliches verdammtes Verlangen nach etwas zu haben. Auch wenn es bei mir substanzunabhängig ist, auch wenn mich nicht das Verlangen nach Heroin oder Tavor oder Tilidin treibt. Ich sehne mich nach dem Gefühl des Schneidens. So unglaublich, dass es körperlich spürbar ist, dass ich das Gefühl habe den Schmerz nicht mehr aushalten zu können, dass ich überempfindlich jeden Millimeter meiner unverletzten Haut fühle und plötzlich bestehe ich aus nichts anderem mehr als diesen Stellen, die so unglaublich präsent sind, die zu brennen scheinen. Ich löse mich auf in Verlangen und Haut und Haut und Verlangen.

—— einige Zeit Pause ——

Während dieser Zeit merke ich, dass eine Panikattacke wie eine Welle von hinten anrollt und mich unter sich zu begraben droht. Und es ist gut, dass ich es merke, denn so kann ich handeln, kann unter der beginnenden Panik hinweg tauchen und mich so vor der Welle retten.

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Wenn die Anspannungssymptome Panik auslösen, wenn sich plötzlich alles einengt auf immer kleiner werdendem Raum… So viele Jahre sind vergangen, seit ich eines Abends meine damalige Therapeutin anrief, weil ich gerade stundenlang durch den Regen gelaufen war und nicht wusste was mit mir passiert und dann auf dem Küchenboden meiner Tante die erste richtige Panikattacke meines Lebens hatte. So lange war die Angst nicht mehr mein täglicher Begleiter. Nun verfolgt sie mich wieder, in jedem Augenblick sprungbereit um mich anzugreifen.

Seit jenem Abend. Seit dem Abend, den ich schreiend und heulend und kotzend auf dem Badezimmerboden verbracht, zum ersten Mal seit langem mit Panikattacken.

Seit dem Abend, an dem Erinnerungen kamen, die ich gut 12 Jahre beiseite geschoben hatte. Erinnerungen an einen Abend voller Angst. Seit dem Abend, an dem ich wieder die Todesangst von damals spürte. Ich hab alles verbuddelt und so getan, als wäre es nichts dramatisches. Bis es mir um die Ohren fliegt. Bis es mir genau so um die Ohren fliegt wie die Missbrauchserinnerungen damals. Damals fingen die Flashbacks und Dissoziationen wieder an. Jetzt sind die Panikattacke wieder da.

Ich weiß immer noch nicht was ich tun soll. Mit jenem Abend hier am Bahnhof in der Realität und jenem Abend der Inobhutnahme damals. Was ich tun soll mit dem, dass es ausgelöst hat. Was ich tun soll mit den Gefühlen und Gedanken und Erinnerungen. Was ich tun soll mit dem Schmerz. Und der Angst. Und der Anspannung.

Wohin mit dem Selbstverletzungsdruck und der Suizidalität? Nochmal steh ich das nicht durch, nochmal so ’ne Krise schaffe ich einfach nicht. Nicht jetzt. Nicht so dermaßen instabil.

Ich mag aufgeben.