Schwarz und Weiß.

Gestern zeigt mir timehop ein Foto meines Plans vom ersten Semester. Ein Wischen weiter taucht der Therapieplan aus der dbt auf, genau ein Jahr älter als der Plan vom ersten Semester. Krasser könnte der Unterschied wohl kaum sein. Und irgendwie ist es absurd, dass zwischen diesen zwei Bildern wirklich nur ein Jahr liegt und schon wieder ein Jahr vergangen ist. Seit einem Jahr bin ich nicht mehr „hauptberuflich krank“. Noch vor 2 Jahren habe ich mitten in der dbt gesteckt, voller Zweifel und zwar mit dem Wunsch etwas zu tun, wieder in irgend einer Art und Weise nicht mehr krank zu sein. Doch dass ich schon im Jahr drauf in Vorlesungen sitzen werde, fast täglich aus dem Haus gehe, mein Leben (meist) auf die Reihe kriege, das war nicht vorstellbar.

Es zeigt mir, dass ich viel geschafft habe in dieser Zeit. Ich habe mich nun über 2 ½ Jahre nicht verletzt, habe seit über einem Jahr keine stationäre Krisenintervention mehr gebraucht, ich nehme weniger Medis, ich studiere im dritten Semester.

Auf der anderen Seite fühlt es sich besonders heute nicht so an. Es fühlt sich nach Versagen und Hoffnungslosigkeit an. Seit zwei Tagen habe ich wieder Vorlesungen und Seminare und bin jetzt schon so genervt, dass ich gefühlt 3 Wochen Freizeit brauche. Ich bin dauerhaft angespannt (zwar anders als früher, aus Anspannung folgt nicht mehr direkt Selbstverletzungsdruck, aber dennoch ist sie da). Ich habe das Gefühl bei dem nächsten doofen Kommentar von Kommilitonen, bei der nächsten unsinnigen Regelung eines Dozenten, bei der nächsten Mail, das dies und das und jenes ausfällt oder verschoben wird, einfach zu explodieren. Es strengt an, weil ich permanent dabei bin nicht die Beherrschung zu verlieren. Und ich weiß noch nicht mal wieso. Ich weiß nicht was mich derzeit auf ein so hohes Level bringt.

Vielleicht ist es das Gefühl aktuell zu versagen. Meine Wohnung ist ein Chaos, nicht zuletzt weil der Abbau meines alten Kleiderschrank und der Aufbau des neuen einfach Chaos im Schlafzimmer hinterlassen haben und es auch vorher nicht ordentlich war. Ich habe das Gefühl gegenüber meiner Freundin zu versagen, weil sie dann spült oder die Wäsche macht, bevor ich nach Hause komme. Weil ich ihr so gern einfach ein ordentliches und hübsches Zuhause geben würde, aber mir die Kraft fehlt aktuell etwas zu tun. Vielleicht weil meine Erwartungen an mich selbst einfach zu hoch sind. Weil ich gerne einfach gesund wäre, wie so viele meiner Kommilitonen einfach studieren und danach nach Hause kommen, den Haushalt erledigen und Zeit mit dem Partner verbringen. Weil die Antriebslosigkeit und die Nachwirkungen der Erkältung und das daraus resultierende Chaos zeigt, dass ich eben nicht gesund bin. Dass ich zwar das Studieren hin kriege, aber das Drumherum aktuell nicht. Weil es eben nichts gibt zwischen schwarz und weiß, zwischen gesund und krank, zwischen „ich kann das alles“ und „ich kann nix“.

Es ist ein grausames Gefühl, dieses Festhängen zwischen dem Wissen, dass ich so viel erreicht habe und stolz sein kann und dem Gefühl völlig zu versagen.

Two lovers stand together now.

Es ist ein wenig still geworden hier.

Weil plötzlich andere Dinge viel mehr Raum einnehmen als all die schlimmen Sachen.

Weil plötzlich so wenig Zeit ist für alles, was mit Krankheit und Krisen zu tun hat.

Weil plötzlich jede freie Sekunde anders genutzt wird.

Weil da plötzlich dieser Mensch ist, der so viel Liebe und Wärme in mein Leben bringt, dass ich es immer noch kaum glauben kann.

Weil da plötzlich dieser Mensch ist, der mein Herz zum hüpfen bringt.

Weil da plötzlich dieser Mensch ist, mit dem alles so leicht erscheint, mit dem alles möglich scheint, mit dem so viel Geborgenheit und Angekommen-Fühlen Einzug in mein Leben hält.

Barefoot through the sinking sand.
You and me just hand in hand.
Say we’ve got the strength to fight.
Come walk with me…

Why would you do that?

That’s every suicide. Every single one. An act of terror perpetrated against everyone who’s ever known you. Everyone who’s ever loved you. The people closest to you, the ones who cherish you are the ones who suffer the most pain, the most damage. Why would you do that? Why would you do that to people who love you?

– The Blacklist

Suizidalität ist ein großes Thema momentan. In mir ist unglaublich viel Schmerz und Traurigkeit.

Manchmal frage ich mich, wo diese Traurigkeit und der Schmerz in den ganzen letzten Jahren waren. Klar, immer mal wieder da und auch intensiv da, doch aktuell trifft es mich immer wieder mit einer solchen Wucht, dass kein Raum mehr für etwas anderes bleibt.

Ich möchte schneiden, weil ich diese Gefühlswucht nicht aushalte. Weil ich es gut dosiert in kleinen Häppchen zwar schaffe, aber nicht in dieser Intensität, nicht, wenn es mich mit solcher Wucht trifft. Es erinnert mich an die Abende in meinem Kinderzimmer, an die feinen roten Linien auf meinem Arm, an die Tränen, die sich in mir aufstauen und niemals alle geweint werden können.

Die Selbstverletzung fehlt. Sie fehlt mir so unglaublich und gerade in den Momenten, in denen ich mit der Panik kämpfe, mag ich sie nur aus mir raus schneiden. Alles andere wird so klein, wenn meine Welt auf mein hämmerndes Herz in meiner Brust zusammen schrumpft, wenn da nichts mehr ist als die Angst, der rasende Puls, die Kälte und das Zittern. Dann ist es plötzlich so egal, dass es bald zwei Jahre ohne Schneiden sind, dann ist egal, dass ich es eigentlich nicht mehr will, dann ist egal, dass es letztendlich nur eine kurze Erlösung bringt. Dann will ich einfach nur, dass es aufhört, und der Preis ist dabei egal.

Und dann kommen noch die anderen Dinge dazu. Mein Untermieter, der seit 10 Stunden eigentlich nicht mehr mein Untermieter ist. Der sich aber nicht dazu herablässt, seinen Kram hier abzuholen, der gestapelt in der Küche steht. Der mir also auch meinen Schlüssel noch nicht wieder gebracht hat. Zwischen dessen Sachen ich beim rausräumen noch mehr leere Blister Medikinet entdecke, eins mit dem Aufkleber aus der Klinikzeit. In der Klinik war ich zuletzt letzten Sommer, also muss er sich schon damals an meinen Medikamenten bedient haben. Wut, unglaubliche Wut und Enttäuschung und das Gefühl hintergangen worden zu sein. Gefühle, die sich potenzieren, aufschaukeln und schließlich in Selbsthass umschlagen, weil man doch nicht wütend sein darf, keine Gefühle haben, nicht existieren, nicht aufmucken. Glaubenssätze. Heimatfilm.

Schwester Nathalie rettet mir vorgestern mal wieder den Hintern, als ich nur noch eskalieren möchte, als alles in mir schreit und ich vor Anspannung nicht mehr denken kann. Ich bin unglaublich froh, dass sie Dienst hat und ich sie am Telefon habe. Sie sagt mir, dass es das richtige Gefühl ist. Dass ich wütend sein darf. Und enttäuscht und verletzt. Aber vor allem auch wütend. Dass es da hin gehört, absolut passt, absolut angemessen ist. Während dem Reden kommen die Tränen und die Anspannung weicht, wird erträglicher, aushaltbarer. Ich kotze mich aus, lasse meine Wut raus, meine Tränen, das ganze Chaos. „708 Tage Frau Zitrone!“ sagt sie immer wieder und ich muss lächeln.

Wir reden noch kurz übers Studium. Darüber, dass ich mir gerade mein Leben aufbaue, in dem solche Menschen einfach keinen Platz mehr haben. Und wir verabreden uns für Ende März, wenn sie aus dem Urlaub zurück ist, denn dann kann ich ihr den Lebensvertrag vorbei bringen und stolz sagen, dass es tatsächlich 2 Jahre ohne Selbstverletzung sind.

Viel Chaos momentan. Doch immer und immer wieder und weiter kämpfen und es schaffen. Mit jedem Moment, der eigentlich unaushaltbar schien, ein Stück mehr wachsen.

This. Is. Worth. Fighting for.

Seit gestern nehme ich wieder meine „normale“ Dosis Medis. Und bisher ist es in Ordnung. Die Übelkeit ist nicht mehr oder weniger geworden, sie hält sich nun seit 1 ½ Wochen auf einem konstanten Level. Es strengt an, weil Übelkeit immer noch triggert, aber ich habe in den letzten Tagen gelernt halbwegs damit umzugehen, weil ich weiß, dass die Medis grade dieses Chaos veranstalten. Ich schlafe trotz allem gut, in der Nacht bei Muddi und in den Nächten bei A. und auch in den zwei Nächten bisher zuhause. Zwar viel, aber gut, daheim ab und an mal unterbrochen durch ein paar Sekunden aufwachen, weil das Katerkind über mich tapst oder mir laut ins Ohr schnurrt.

Und ich wache auch tatsächlich morgens auf wenn ich muss, zwar knatschig und zerknautscht und muffig, aber ich wache auf. So bin ich am Montag schon vor 8 Uhr unterwegs zur Klinik um mich von I. zu verabschieden, die nicht in Deutschland lebt und nur alle 3 Monate mal hier ist wegen Klinik. Gestern bin ich schon früh unterwegs, weil meine Gefühle mich an den Rand der Explosion bringen und ich gegensteuern muss, also ziehe ich über die Felder und bringe den Schweinchen Maisblätter mit.

Und heute purzel ich auch vor 8 aus dem Bett, weil ich zur arge muss. Ich hoffe, dass ich die unzähligen Unterlagen habe (bis auf die Vermieterbescheinigung, dafür brauche ich ein Formular, dass sie mir natürlich nicht mitgegeben haben…), ich hoffe, dass ich einen netten Menschen erwische, ich hoffe, dass ich nicht weiter geschickt werde, weil ich momentan keine Arbeit suche. Und ich hoffe, dass es nicht ewig dauert, denn ich muss weiter zur Therapie in die Hauptstadt.

Ich weiß gar nicht, auf welchem Stand meine Therapeutin ist. Sie war in Urlaub und wie immer, wenn zwischen den Stunden bei ihr eine längere Pause entsteht, passiert irgendwas. Meine Welt geht unter oder ich lande mal wieder in der Klapse oder oder oder. Irgendwas passiert immer und vielleicht sollte ich ihr einfach verbieten länger als 2 Wochen weg zu sein, weil die Termine mein Rahmen sind und ohne Rahmen alles aus dem Bild kippt.

Seit so vielen Jahren gehe ich nun zu ihr und sie kennt mich manchmal besser als ich mich selber. Ich weiß nicht, ob ich ansprechen soll, dass momentan so vieles in mir danach drängt nicht in der Realität zu sein. Aber nicht, weil ich vor der Realität fliehen möchte (doch, eigentlich schon, aber das ist wieder eine andere Baustelle), sondern dass ich diese Momente genieße in denen ich dann wieder in der Realität ankomme, diese Momente in denen ich sicher weiß, dass ich da bin und existiere und lebe. Das Gegenteil von weg eben, das Gegenteil von betrunken, einfach hier und lebendig. Es ist eine Flucht in Möglichkeiten mich lebendig zu fühlen ohne Selbstverletzung. Aber nicht besser oder schlechter, sondern genau so ein Problemverhalten wie mich zu verletzen.

Ich habe mit Schwester Sabine am Telefon gesprochen, weil ich weiß, dass sie es versteht. Sie oder Nathalie. Sie war da und ich war froh darüber. Skills sagt sie. Wie bei Anspannung, wie bei Selbstverletzung, wenn der Wunsch auftaucht nicht mehr in der Realität zu sein, um sie danach nur intensiver zu spüren.

Noch habe ich es unter Kontrolle. Noch. Ich bemühe mich nicht zu fliehen wenn es grade schwierig ist, sondern nur in den guten Momenten mal ein wenig Kontrollverlust zu genießen. Denn sonst wird es ganz schnell zum Ersatz der Selbstverletzung.

Das ganze zeigt mir, dass etwas fehlt. Dass ich Dinge brauche um mich lebendig zu fühlen, mich zu spüren. In der dbt-Stadt stand ich im Regen. Nass bis auf die Unterwäsche, die dicken Tropfen auf meiner Haut, die Kälte langsam in meinem Körper. Es gibt ein Bild davon und dieses Bild fängt genau das ein, was ich unter lebendig verstehe. Dieser Moment, in dem ich einfach nur da war, atmend, lebendig, da. Einfach da.

Nur kann ich eben nicht ständig im Regen stehen, erstens weil das Wetter mich da im Stich lässt, zweitens würde es irgendwann wohl die Wirkung verlieren, drittens brauche ich einfach etwas zuverlässiges, etwas, dass jederzeit verfügbar ist. Oder hat jemand eine Regenwolke zum mitnehmen im Angebot?

Also geht es in den nächsten Tagen wohl darum Dinge zu finden, die mich lebendig sein lassen. Raus aus dieser Watte, in der ich gefühlt seit Wochen klebe, die meine Realität unwirklich werden lässt. Spüren, mich und das Leben. Das wird das Ziel.

You’ve had enough… But just don’t give up… Stick to your guns, You. Are. Worth. Fighting for. You know we’ve all got battle scars. Keep marching on.

Anders 

Abend Nummer 5 in der Klinik geht zuende. Noch zwei weitere Abende liegen vor mir, am Freitag werde ich nach Hause gehen. 

Ich habe in den letzten Tagen viel mit dem Pflegepersonal geredet. Mal über Belangloses, mal über die vergangene Zeit hier, mal über den aktuellen Kram. Immer wieder habe ich die Rückmeldung bekommen, dass ich nicht versagt habe. Dass ich richtig gehandelt habe, es die richtige Entscheidung war, es absolut okay ist, keiner vom Team es als Rückschritt sieht… Es tut gut diese Worte zu hören und langsam schaffe ich es auch damit gegen das Gefühl des Versagens anzukommen. Und langsam nehmen die Suizidgedanken auch weniger Raum ein, der Selbstverletzungsdruck wird weniger, es tut sich was. Abgesehen von den Momenten, in denen mich irgendwas umhaut, wie beispielsweise die Oberärztin, die heute mit der Entlassung um die Ecke kam, da es gerade ziemlich voll ist. Schließlich ist am Feiertag ja eh kein Programm und so. Ich sagte ihr, dass ich grade eher den sicheren Rahmen brauche als die Therapien. Sie meinte, dass sie nochmal schaut, ob sie es anderweitig lösen kann, aber gegebenenfalls nochmal am Mittag auf mich zukommt. Mit diesem Gespräch traf sie genau in die Wunde, die das Gefühl versagt zu haben, hinterlassen hat, traf genau in das „stell dich nicht so an“ und „du hast keine Hilfe verdient“. Ich war völlig neben der Spur danach, fragte Schwester Nathalie nach ein paar Minuten Zeit und als sie dann zwischendurch diese paar Minuten hatte, sprach ich ihr gegenüber diese Gefühle aus, sagte, dass ich grade am allerliebsten heim gehen würde und Mist bauen, sagte ihr, wie sehr ich gerade kämpfen muss. Völlig Heimatfilm statt Tagesschau. Es half und tat gut und auch von ihr hörte ich nochmal, dass ich nicht versagt habe, dass es gut und richtig war. Sie ließ sich noch die Hand drauf geben, dass ich nicht einfach nach Hause verschwinde und Mist mache. Danach war es besser. Die Anspannung ließ langsam nach, nachdem ich eine Runde draußen war und anschließend skillte und mir von Pfleger Arschkeks einen „Akut-Smiley“ malen ließ.

Danach war ich erstmal einfach nur unglaublich müde und fiel ins Bett, stand irgendwann wieder auf und ging kurz einkaufen (mein „Ich brauche Schokolade“ – Symptom taucht wirklich fast nur dann auf, wenn ich stationär irgendwo bin…) und fragte dann Pfleger Thorsten, ob er mit auf den Balkon kommt, denn das Wetter war so schön und als Raucher ist es auf dem Balkon auch um einiges angenehmer als im Raucherraum. 

So saß ich dann dort mit meinen dbt-Unterlagen und dem Manual und Block und Stift, um die „Hausaufgaben“ zu erledigen, die Sabine mir gegeben hatte: Eine Art Krisenplan zu schreiben für mögliche Krisenintervention hier, was hilft, was hilft nicht, was ist gut in welchen Situationen. Den habe ich ihr in die Hand gedrückt vorhin und sie will ihn weiter geben ans Team für die Teambesprechung morgen. Neben dem Schreiben quatschte ich mit Thorsten, rauchte, versuchte immer wieder den Faden zu finden und genoss die Sonne. Es tat gut und holte mich fast völlig aus dem morgendlichen Drama raus. 

Nach dem Essen kam dann noch N. vorbei und wir saßen draußen, den Abend habe ich mit meinen Mitpatienten auf dem Balkon verbracht. Und gerade ist es wirklich halbwegs okay hier zu sein, es sind nur noch zwei Tage, die ich allerdings für mich nutzen möchte, aber es ist auch okay dann wieder zu gehen und zuhause weiter zu machen. 

Letztendlich war es die einzig richtige Entscheidung hier her zu kommen. Vielleicht schaffe ich es ja auch bald das komplett so zu sehen, vielleicht kommt es auch im Gefühl noch an. Und vielleicht schreibe ich doch eine funktionale VA dazu. Oder eher eine „Anders-VA“, wie Frau S. sie immer nannte und was ich auch besser und treffender finde. Denn ich habe nicht gehandelt wie früher, habe den neuen Weg gewählt, habe mich entschieden, nicht mehr in den alten Mustern zu bleiben, habe nicht mehr so reagiert. Sondern eben anders. 

Der neue Weg. 

Vorhin war ich bei meiner Nachbarin. Ich wollte mich bedanken, dass sie sich um meine Tierchen gekümmert hat. Wollte ihr ein wenig erzählen, wie die Therapie war und es mir geht und erfahren, was es bei ihr so Neues gibt. Wir haben lange zusammen gesessen, geredet, Kaffee getrunken. 

Dann kam ihr Mann. Eigentlich mag ich ihn ganz gerne, wobei es manchmal schon schwierige Situationen gab mit ihm. Er ist (manchmal trockener) Alkoholiker, saß eine ganze Weile im Knast wegen häuslicher Gewalt und unbezahlten Alimenten, war im Entzug. Er war schon oft hilfsbereit, es gab aber auch ein paar Situationen, in denen es wie gesagt schon schwierig war. 

Er fragte zuerst relativ nett, wie es mir geht, und dann in einem merkwürdigen Ton nach meinen Tieren. Und dann ging es los. Er sei im Tierschutz und bei Greenpeace, es wäre Tierquälerei was ich mit meinen Tieren mache. Ich stand erst mal etwas verwirrt da. Er machte aber postwendend weiter: in die Klinik gehen und nach mir kucken wäre völlig gestört, wenn es meinen Tieren doch so schlecht geht. Mein Kater würde ständig den Kopf gegen die Glasscheibe hauen. Er sei im Knast gewesen, er wisse schließlich wie es ist eingesperrt zu werden. „Ähm. Moment. Mein Kater schlägt nicht den Kopf gegen die Scheibe, er tut, was alle Katzen gerne tun: aus dem Fenster schauen. Und klar kommt er angerannt und kuckt was los ist, wenn er draußen etwas hört.“ Auf diese Erwiderung meinerseits fing er an laut zu werden. Mein Kater würde nicht raus schauen, er würde bei mir gequält und eingesperrt und haut den Kopf gegen die Scheibe! Da wurde es mir zu blöde. Und auch zu gefährlich, denn ich kann nicht einschätzen wie er reagiert, wusste nicht, ob er was getrunken hatte. Und das Lautwerden, die Aggressivität in der Stimme, das ganze erinnerte mich so an meinen Vater, es triggerte ungemein und ich musste aufpassen, dass ich nicht völlig in die Dissoziation rutsche. Also raus. Weg. In meine Wohnung. Meiner Nachbarin kurz tschüss sagen und weg. 

Auf dem Weg nach unten kamen mir schon die Tränen. In meiner Wohnung schließe ich hinter mir ab und will eigentlich nur noch im Bad auf den Boden sinken und mich verletzen. Ich fühle mich schuldig, weil ich meine Tiere alleine gelassen habe, auch wenn mir rational klar ist, dass Welten mich von Tierquälerei trennen. Gefühlsmäßig ist es anders. Neben den Schuldgefühlen steigt die alte Angst und Hilflosigkeit von früher in mir auf. Ich werde angebrüllt, ich hab also etwas falsch gemacht. Ich bin falsch. Ich muss mich bestrafen. 

„Bewegen statt erstarren.“ertönt mit der Stimme unserer Physiotherapeutin in meinem Kopf. Handeln. Ich muss etwas tun. 

Ich greife zum Telefon. Tippe heulend auf den Namen meiner Mutter im Telefonspeicher und warte, dass am anderen Ende jemand abnimmt. Ich heule. Ich rede. Ich erzähle ihr von der Situation, erzähle ihr von der Angst, die das Ganze ausgelöst hat in mir. Gleichzeitig schreibe ich in unserer Whatsapp-Gruppe meinen ehemaligen Mitpatientinnen. Schreibe, dass ich unglaublichen Druck habe. Es tut gut ihre Nachrichten zu lesen. Zu wissen, dass sie da sind. Mit ihnen gemeinsam zu planen, dass sie her kommen und ihm mal eins auf die Nase geben. Irgendwann muss ich lächeln. 

Einige Stunden später sitze ich nun relativ entspannt auf dem Sofa. Die Angst, die Selbstvorwürfe und der Selbstverletzungsdruck sind verschwunden. Ich habe meine Gefühle zugelassen, habe angemessen gehandelt, habe mir selbst immer wieder gesagt, dass seine Wahrnehmung keine Realität ist. Natürlich waren die letzten 14 Wochen keine optimale Zeit für meine Tierchen. Wobei es die Schweine vermutlich relativ wenig interessiert hat. Sie hatten Futter, Wasser und ein sauberes Zuhause, damit sind sie schon glücklich. Mein Kater war natürlich viel mehr alleine, hatte aber auch genug zu fressen, seinen Trinkbrunnen, saubere Klos, Möglichkeiten sich selbst zu beschäftigen, konnte die Schweine ärgern, und auch immer wieder N. hier zum spielen und kämpfen und schmusen, am Schluss durch krankes Meeri sogar täglich. Es war nicht optimal, aber es ging ihnen gut. Das ist die Realität. Mein Kater hat in der Wohnung alle Möglichkeiten sich auszutoben, die er auch gerne nutzt. Wand hoch und runter, unters Bett, über die Schränke. Klar findet er es noch toller, wenn er auch raus kann und dort rumflitzen. Aber er ist auch so glücklich. Nein Zitrone. Du tust alles für deine Tiere, was dir möglich ist. Deine Tiere sind gesund und glücklich. Und überhaupt, wenn es meinen Tieren nicht gut gehen würde, warum werden meine Schweinchen fast alle um einige Jahre älter als Schweinchen im Durchschnitt werden. Ich bin eine gute Tiermama. Realität. Punkt. 
Und mit Unterstützung meiner tollen Mädels, mit den Worten meiner Mama, mit der kleinen Hexe und ihren Worten und dem Zitronenkater, der mich miauend anschaut, weil ich so verzweifelt schluchze und mir schließlich in meine Nase beißt, weil ich ihn nicht kraule, gelingt es mir aus dem Gefühlschaos raus zu kommen. Ich schaffe es mich nicht zu verletzen. Schaffe es die Gefühle gegen mich umzudrehen in die Richtung, in die sie gehören. Nämlich wütend auf ihn zu sein, weil er ein Arsch und ein richtiger Vollidiot ist. Und dann bin ich stolz. Weil ich es geschafft habe. Weil ich im ersten Moment, in dem der Druck so überwältigend war, niemals gedacht hätte, dass ich einige Stunden später entspannt auf dem Sofa sitzen werde (natürlich mit schnurrendem Zitronenkater auf dem Schoß), ohne Wunden, mit dem Gefühl von Stolz. Bämm! Ich habe es geschafft. Es war unglaublich anstrengend anders zu handeln, es war ein Kampf, aber ich habe den Kampf gewonnen. 

Ich überlege, wie es vor 4 Monaten gewesen wäre. Sicherlich um einiges schwerer. Anders. Vermutlich hätte es mit einer Selbstverletzung geendet. Weil es genau meine Schuldgefühlen getroffen hat, meine Selbstzweifel, meinen Selbsthass. Und weil Wut auf jemand anderen haben nicht erlaubt war. Weil ich selbst nur falsch handeln kann. Weil ich nicht okay sein darf. 

Und während ich schreibe erreicht mich die Nachricht von Berlin. Zuerst bin ich fassungslos. Dann schaue ich, ob meine Freunde und meine Familie dort in Sicherheit sind. Es geht allen zum Glück gut. Und dann werde ich wütend, weil ich Kommentare und Posts lese in den social medias, die das ganze als gefundenes Fressen nutzen. Also klappe ich den Laptop zu, schließe die Apps auf meinem Handy und werde für heute dem Medienkram keinen Platz mehr einräumen. 

Mein Tag lief anders als geplant. Aber auch das ist okay. Denn ich sitze immer noch unverletzt hier, dafür darf dann auch mal die Planung scheitern. Mein Wohnungschaos läuft ja (leider) nicht weg. Also verschiebe ich alles um einen Tag, gebe den Möhrenschweinchen noch eine Portion Heu und Salat, kuschel mich mit meinem Katerkind ins Bett und versuche eine möglichst gute Nacht zu haben. 

Stolz 

„Darf ich eine provokante Frage stellen?“ fragt meine Psychologin heute in unserem letzten Einzel. „Sind Sie stolz?“ 

„Ja.“ Und mir kommen die Tränen. 14 Wochen finden ein Ende. Unaufhaltsam. Und ja, ich bin stolz. 

Unser Einzel ist kurz. Es gibt nicht mehr viel zu besprechen. „So ist mir das am Liebsten.“ meint sie. Alles wichtige ist besprochen. Geklärt. Erledigt. Sie zieht eine Bilanz, eine ziemlich positive. Denkt an unsere ersten Stunden zurück. Vieles ist anders. 

Noch zwei Nächte hier. Die Zeit vergeht unheimlich schnell in den letzten Tagen. Ich freue mich auf zuhause. Ich habe Angst. Und ich bin traurig. Und alles darf da sein und hat seinen Platz. 

Ja. Ich bin stolz. Unglaublich stolz auf mich, auf meine Fortschritte und meine gewonnenen Kämpfe. 

Schöne Scheiße. 

Da ist das Ding. Uff. Ich kann es immer noch kaum glauben, kaum fassen, dass ich es wirklich hier liegen habe, dass ich es wirklich unterschrieben habe. 

Gestern im Einzel ruft meine Psychologin einfach mal kurz bei der Oberärztin an und bestellt sie rüber. Sie liest und unterschreibt den Vertrag. „Respekt.“ sagt sie und ich muss lächeln. Vor ein paar Wochen wäre es noch unvorstellbar gewesen. Sowas zu unterschreiben auf der einen Seite. Und sowas für so lange zu unterschreiben auf der anderen Seite. 

16 Monate sind lange. Aber durchdacht. Mein Ziel war ein Jahr. Weil in einem Jahr so vieles anders sein wird und ich weiß, dass ich ein Jahr schaffen kann. Doch in einem Jahr steht Weihnachten vor der Türe. Erfahrungsgemäß eine schwere Zeit. Genau wie der Jahreswechsel, der Februar mit meinem Geburtstag und dem „Jahrestag“ meines letzten Suizidversuchs und der März mit Ostern und der letzten Selbstverletzung. Also April. Da ist das größte Chaos rum. Der Frühling ist im Gange, die Welt wird wieder heller und wärmer und besser. Ein guter Zeitpunkt um zu beschließen, dass ich vielleicht doch noch ein Jahr, oder zwei oder drei oder vier, weiterleben will. 

Der Lebensvertrag war eine längere Sache. Ein Aushandeln von Möglichkeiten und auch viel „mir selber Steine in den Weg legen“. Ich habe kein Schlupfloch mehr. Ich muss in jedem Fall handeln, muss etwas tun und wenn alles nichts bringt ist der letzte Schritt dir Klinik. Es steht da, schwarz auf weiß, meine Bezugspflegerin wird ihn noch unterschreiben und meine ambulante Therapeutin. 4 Menschen, die als Zeugen meine Unterschrift bestätigen, die den Vertrag kennen, mich daran erinnern und halten werden. Es gibt keinen Ausweg aus dem Ding. Und ich weiß jetzt schon, dass der Moment kommen wird, an dem ich mich furchtbar aufrege, schimpfe und tobe, mich selbst, meine Psychologin und die Therapie hier verfluche, weil dieses doofe Ding mich am Leben hält. Und ich muss darüber lächeln, denn einfach sagen „ach scheiß auf den Wisch“ kann ich einfach nicht. Und genau das weiß meine Psychologin auch und findet es toll und sie weiß auch, dass ich mich  furchtbar ärgern werde. Und lächelt und findet es gut. Schöne Scheiße. 

Mein letztes Wochenende hier bricht an. Es werden immer mehr letzte Momente. Ich bin traurig und sentimental und mag eigentlich gar nicht gehen. Ich will die lieben Menschen hier nicht verlassen, will keine Distanz zwischen uns haben. 

Auf der anderen Seite freue ich mich aber auch. Ich bin therapiemüde, vermisse meine Wohnung, mein Bett und vor allem meine Schweinchen und meinen Zitronenkater einfach furchtbar, meine Freunde, meine Familie und meine Hauptstadt. Ich will die Dinge, die ich hier gelernt habe, endlich zuhause ausprobieren. Ich will leben, will mit beiden Beinen in meine Zukunft springen, will neu beginnen und weiter machen und beenden. 

Beides darf da sein. Die Traurigkeit und die Freude. Beides hat seinen Platz und seine Berechtigung. Und ich akzeptiere es und nehme es an und finde es sogar gut. 

So viel ist anders geworden in diesen letzten Wochen. Und das wird mir nochmal mit aller Wucht bewusst, als ich mit meiner Psychologin Weihnachten plane. „Wissen Sie, was ich dazu nun beigetragen habe?“  fragt sie nach dem Durchplanen und besprechen. „Ziemlich wenig.“ antworte ich ihr nach einem kurzen Moment. „Ich hätte eigentlich auch aufstehen und gehen können.“ erwidert sie. 

Und dann sage ich etwas, dass ich seit so vielen Jahren nicht mehr gesagt oder gedacht habe. „Dieses Weihnachten nehme ich keine Rasierklingen mit.“ Es wird das erste Weihnachten seit 16 Jahren sein, an dem ich mich ganz bewusst entscheide mich nicht zu verletzen, komme was wolle. Ich werde ohne Klingen hinfahren und es ohne Selbstverletzung durchstehen. Sonst war es zumindest immer eine Option, ein Strohhalm im Hintergrund, an den ich mich klammern konnte, ein Notausgang, ein Fluchtweg. 

14 Wochen finden ein Ende. Gleichzeitig findet ein neuer Abschnitt meines Lebens einen Anfang. Ich glaube nicht, dass ab nun alles gut sein wird. Ich werde beschissene Momente haben, tiefschwarze Stunden und furchtbar anstrengende Minuten. Ich werde weiterhin kämpfen müssen, manchmal um jeden Atemzug, manchmal vielleicht auch nur um jeden Tag oder jede Woche. Aber es gibt neue Wege. Neue Möglichkeiten. Neue Dinge. Es gibt Hoffnung und Lichtblicke und Kraft und Mut und Zuversicht. Ich glaube nicht, dass ab jetzt alles gut sein wird. Aber ich glaube daran, dass ich es schaffen kann. Mehr als sonst, mehr als an einem anderen Punkt jemals in meinem Leben

Schöne Scheiße.  

come out fighting 

Es geht dem Ende zu. Unaufhaltsam. Gestern Abend habe ich mich von Frau S. verabschiedet, weil sie ihren letzten Nachtdienst vor meiner Entlassung hatte. Übermorgen geht eine Mitpatientin. Den Tag drauf auch eine. Am Mittwoch habe ich wohl meine letzte Basisgruppe. Nur noch zwei Einzel mit meiner Psychologin liegen vor mir. Nur noch eine Oberarztvisite. Der Abschied rückt näher und näher. Und was so ganz nebenbei alles in meinem Leben derzeit Chaos verursacht ist eben auch noch da, neben den Gefühlen, die dieser Abschied nun auslöst. 

Im Einzel heute schaut die Psychologin mich an. „Von Fortschritten darf ich ja eigentlich nicht reden, sowas wollen sie ja nicht hören, oder?“ „Mittlerweile ist es manchmal halbwegs okay.“ antworte ich ihr und sie sagt, wie erstaunlich sie es findet, was wir in den letzten Minuten produziert haben. Es geht um die Protokolle, die ich weiter führen will. Zum Beispiel die diary card. Und was wir da raus schmeißen und vielleicht mit aufnehmen. Und ich sage von mir aus, dass sowas wie Gutes tun da eigentlich rein müsste. Vor 3 Monaten wäre ich schreiend weggelaufen, wenn sie sowas irgendwo in der diary card hätte unterbringen wollen. 

Alles dreht sich nun unweigerlich um den Abschied. Ums weitergehen zuhause. Es macht mir Angst. Und ich freue mich. Und es macht Angst. Und es macht traurig, denn die Zeit hier war schön. Ich habe viele Menschen hier lieb gewonnen, von denen ich mich nun auch unweigerlich verabschieden muss. In letzter Zeit hatte ich immer öfter das Gefühl einer großen WG hier, zusammen sitzen, lachen, Spaß haben. 

Es wird mir fehlen. Einfach in den Aufenthaltsraum gehen, an der Tür nebenan klopfen. Alle hier haben. Zuhause wird es so anders. Dort sind auch Menschen, die ich unglaublich gerne habe, aber eben nicht auf dem selben Flur, ein paar Meter entfernt. 

Es wird schwer werden zuhause. Die erste Zeit. Vielleicht auch zwischendurch immer wieder. Aber ich glaube, dass ich ein wenig stärker geworden bin. Ein wenig mehr Dinge kann. Handlungsfähiger bin. Ich darf zuhause nur nicht aufgeben und in alte Muster verfallen. Weiter machen. Weiter kämpfen. Ich hoffe ich schaffe es. 

Die Angst ist da. Und sie wird wohl noch eine Weile da bleiben. Vielleicht auch immer irgendwie ein wenig. 

Das hier war ein Anfang. Der Beginn eines neuen Weges. Vielleicht werde ich nach einem Jahr wiederkommen oder nach 1 ½ oder 2 und lächeln, weil so vieles anders geworden ist. 

Well I know there are times when you’re feeling close to the ground 

and there’s times when you may feel there’s no place to call home 

and there’s times when the only end in sight is the end 

you got to 

Come out fighting…

Walking over glass

Ich kämpfe. Wieder. Immer noch. Gegen den Drang mich selbst zu verletzen, gegen den Drang alles hinzuwerfen, gegen den Drang auch mein Leben wegzuwerfen. 

Seit gestern ist es extrem. Ich habe Selbstverletzungsdruck, ich habe Suizidgedanken. Ich fühle mich müde, erledigt und Matsch, ich fühle mich kraftlos und angeschlagen. Ich kämpfe mit vielen alten Glaubenssätzen. „Sie hängen wohl im Heimatfilm?“ fragt Herr N. heute. Ich rede lange mit ihm. Heute fühle ich mich ein wenig weniger kraftlos als gestern. Gestern ging nichts mehr, außer irgendwann Bedarf. 

Wir reden und ich beginne drüber nachzudenken ein Gefühlsprotokoll zu schreiben. So ganz kriege ich nämlich nicht klar, was gerade abläuft in mir. Das tue ich dann auch irgendwann und es wird klar, dass sich ganz viel gerade um Selbstverachtung dreht. Ich habe das Gefühl ich bin nichts wert, ich bestehe nur aus negativen Dingen, ich habe keine Lebensberechtigung, ich muss mich verletzen. Was darauf folgt ist klar: entgegengesetzt handeln. Mir Gutes tun, mir sagen, dass es nicht so ist, mich auf andere Dinge konzentrieren. Und tatsächlich wird es besser. Ich bekomme ein wenig Abstand rein, kriege klar, dass gerade Heimatfilm anstatt Tagesschau läuft, kriege es hin anders zu handeln als mein Gefühl es mir vorschlägt. Und dann stehe ich ein paar Stunden später wieder im Pflegestützpunkt und lächle ein wenig und habe einen erstaunen Herrn N. da sitzen, der begeistert ist und meint, dass das ganze doch eine Belohnung wert wäre. Und ich denke es wird auch in Richtung „Gutes tun“ gehen, denn das brauche ich gerade sehr. Auch wenn es sich falsch und merkwürdig anfühlt, weil die Gefühle etwas völlig anderes vorschlagen. Aber genau das ist trotzdem der richtige Weg. 

I rise up to the sky
You threw me down but
I’m gonna fly