Happy end.

120 Stunden voller Angst und Schmerz und Tränen liegen hinter mir.

Das Küchenfenster ist zu, nachdem es seit Dienstag aufstand. Seit Dienstag, seit Janosch wie so oft aus dem Fenster sprang und in den Garten verschwand… Aber nicht mehr heim kam.

Vorhin hört man 4 Pfoten auf dem Küchenboden landen und wie selbstverständlich steht mein Katerkind da und brüllt nach Futter. Er hat Hunger, er hat Durst, eine dreckige Nase, aber sonst geht es ihm gut. Er hat wie immer nur Blödsinn im Kopf, lässt sich kraulen zwischen den Ausflügen zum Trinkbrunnen, erzählt fleißig und jagt Bällchen hinterher.

Vermutlich war er irgendwo eingesperrt. Er ist nicht dreckig, hat keine Zecken, ist nicht müde. Nicht verletzt, nicht verstört. Nur Futter und Wasser und Kraulen haben ihm gefehlt.

Er ist wieder da. Der schnurrende Haufen Fell, der mir so unendlich viel bedeutet. Die endlosen Stunden sind vergessen mit einem Miauen. Die Tränen der Angst und des Schmerzes sind zu Freudentränen geworden und ich kann nicht mehr aufhören in sein Fell zu weinen.

Er ist zuhause. ❤️

Two lovers stand together now.

Es ist ein wenig still geworden hier.

Weil plötzlich andere Dinge viel mehr Raum einnehmen als all die schlimmen Sachen.

Weil plötzlich so wenig Zeit ist für alles, was mit Krankheit und Krisen zu tun hat.

Weil plötzlich jede freie Sekunde anders genutzt wird.

Weil da plötzlich dieser Mensch ist, der so viel Liebe und Wärme in mein Leben bringt, dass ich es immer noch kaum glauben kann.

Weil da plötzlich dieser Mensch ist, der mein Herz zum hüpfen bringt.

Weil da plötzlich dieser Mensch ist, mit dem alles so leicht erscheint, mit dem alles möglich scheint, mit dem so viel Geborgenheit und Angekommen-Fühlen Einzug in mein Leben hält.

Barefoot through the sinking sand.
You and me just hand in hand.
Say we’ve got the strength to fight.
Come walk with me…