Tell her I’m a waiting for my wings

Heute Morgen um kurz nach 5 hat jemand gebohrt. Ich habe es nicht gehört, sondern geschlafen wie ein Stein. Da ich aber eine Schlafphasen-Wecker-App nutze, die nebenbei auch die nächtlichen Geräusche aufnimmt, weiß ich es nun aber trotzdem. Manchmal ist das sehr interessant. Ab und an höre ich im Nachhinein dann mein Telefon klingeln oder die Türklingel, draußen jemanden rumschreien (letzte Nacht auch, aber das hab ich mitbekommen) oder auch mich selbst während Alpträumen schreien. Das einzige, was mich in letzter Zeit wirklich mit absoluter Sicherheit aus dem Schlaf holt sind zwitschernde Meerschweinchen. Dann  schieße ich immer in absoluter Alarmbereitschaft aus dem Bett und muss kucken, ob alles in Ordnung ist. Zum Glück haben sie es nun schon eine Weile nicht mehr gemacht.

Mein Tag heute war unglaublich produktiv. Ich habe die Wohnung aufgeräumt, geputzt, war einkaufen, hatte Besuch von Lieblingsschwager und Schwesterherz, hab endlich meinen Krankengeldwisch zur Post gebracht, habe gekocht.
Nun bin ich in mein Bettchen gekrochen, habe mich in meine Decken gekuschelt und schaue gleich noch irgendwas auf dem Kindle. Lost ist zum einschlafen momentan nix, da man im Halbschlaf wirklich gar nichts mehr davon versteht. Dann will ich immer wieder die Augen aufmachen und doch noch ein wenig schauen, wirklich einschlafen kann ich so dann nicht.
Mal sehen, was ich mit dem Tag morgen so anfange.
Und im Radio kommt gerade in diesem Moment Joshua Kadison. Und ich muss an das Konzert damals in Stuttgart denken, wie er am Klavier saß und wir auf der Bühne neben ihm, wie er „Begging for grace“ sang und spielte und sich so viel in mir bewegt hat. Die Erinnerung daran trage ich für den Rest meines Lebens auf der  Haut und im Herzen.

I wanna be blues, I wanna be greens
I wanna be flying on dragonfly wings

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