The emptiness of space.

Ich war 9 Stunden im Bett. Effektiv erholsam war davon keine Minute. Ich wache auf mit Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und fiesen Erinnerungen.
Ich habe von meinem Vater geträumt. Und vom Sohn meiner Tagesmutter. Eine wirklich tolle Kombination.
Ich will schneiden. Ich will kotzen. Ich will diese Erinnerungen auskotzen, will die ganzen Gefühle auskotzen. Ich will mir so viel Medis einwerfen, bis alles wattig und egal ist. Und dann schaue ich auf den Kalender und könnte noch mehr kotzen/schneiden/einwerfen, weil Weihnachten so verdammt unaufhaltsam näher rückt. Und Silvester. In meinem Kopf ist immer noch ganz fest verankert, dass ich das neue Jahr nicht erleben will. Dass ich endlich ein Ende will. Und obwohl ich in der Klinik sein werde habe ich Angst. Angst, dass ich dort doch irgendwie diese Gedanken nicht aushalten kann, dass ich doch irgendwie Mist baue. Ich weiß genau, dass es mir hilft Klingen zu haben. Zu wissen, dass ich könnte wenn ich wollte. Ich weiß, dass es mehr Druck macht, wenn keine mehr da ist. Trotzdem habe ich meine Klingen dann doch irgendwann abgegeben, wenn es kritisch wurde.
Ich habe Angst, dass ich genau das diesmal nicht mache. Mit dem Hintergedanken, dass ich gehen will. Dass ich es beenden will.
Und dann werde ich wütend. Wütend auf ihn, weil er und seine Worte und Taten so fest in mir stecken, dass diese Tage einfach Horror sind. Ich möchte mich am liebsten abschießen, von Weihnachten bis Neujahr. Mich irgendwo vergraben und diese Tage völlig verschlafen.
Stattdessen werde ich am 24. zu meiner kleinen Familie fahren, dort die Tage verbringen. Und über Silvester in die Klinik gehen und hoffen, dass der sichere Rahmen mich einigermaßen heil ins neue Jahr bringt.
Und statt nun destruktiven Kram zu machen werde ich mich anziehen, mir einen Tee kochen, meine Medis nehmen und ein wenig Ordnung machen, Wäsche waschen, den Druck aushalten und einfach weiter atmen.
Der Tag gestern war übrigens sehr schön. Ich hab mit V meine Schwester aufgegabelt, wir haben uns die volle Dröhnung Schoko gegeben, sind durch die Stadt und verschiedene Geschäfte gebummelt und lilu getroffen, am Schluss haben V und ich noch Chrissie gsknuddelt, die grade von der Therapie kam und sie hat mich auch heimgefahren, damit wir noch ein bisschen reden konnten. Ich mache mir Sorgen, dass sie sich wieder mehr schneidet, nun wo klar ist, dass Sunny bald sterben wird. Aber ich weiß auch, dass ich sie nicht davon abhalten kann.

I need a new direction
Cause I have lost my way.
All we need is faith.

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