Und dann warten…

Und manchmal fällt man einfach. Dass das okay ist habe ich nun auch gelernt. Man darf nur nicht liegen bleiben.
Und so bin ich in der Psychiatrie. Vor ein paar Monaten wäre es völlig unvorstellbar gewesen, dass es nun eine Option wurde zeigt schon, dass es einfach nicht mehr ging.

Ich habe zu wenig auf mich geachtet. Nicht nur in den letzten Wochen. In den letzten Monaten und Jahren. Wollte alles schaffen. Die Ausbildung. Stabil sein. Nicht schneiden. Dass wir dabei einen lang verdrängten Missbrauch ausgebuddelt haben, dass vieles im Alltag nicht gut war und meine Beziehung nun am Ende ist sind da irgendwie „nebenbei“ passiert, für großes verarbeiten, akzeptieren und irgendwie damit umgehen war da kein Platz. Dass es dann eskaliert war irgendwie ja absehbar, so im Nachhinein.

Und nun? Ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Momentan fehlt mir noch die Kraft an das „danach“ zu denken, dazu bin ich viel zu instabil, viel zu sehr damit beschäftigt erstmal relativ heil durch den Tag zu kommen.
Manches ist schon besser geworden.
Aber es braucht einfach Zeit. Viel Zeit. Und das ist immer wieder so ein Punkt in meinem Leben der mir schwer zu schaffen macht. Geduld habe ich ja sowas von gar nicht.
Vielleicht muss ich das nun lernen. Mir einfach selber Zeit geben wieder ganz zu werden.

Und was nützt uns uns’re Weisheit in ’ner ausgemachten Scheißzeit?
Und was nützt uns die Erkenntnis, dass was Heimat war jetzt fremd ist?

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