und gibt es keine Tür, dann geh‘ ich halt durch die Wand

Es fühlt sich seltsam an aktuell. Wie Vakuum. Wie eine Seifenblase, die die ganze Welt draußen hält. Meine Gefühle haben es immer noch nicht geschafft mit den Geschehnissen der letzten Tage und Wochen mitzukommen.
Und so sitze ich hier, trinke literweise Latte Macchiato (der Kaffeeautomate hier ist wirklich klasse!), vertreibe mir meine Zeit mit kniffeln und Quizduell und Fernsehen, raus gehen und reden.

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Ab und an schaue ich mal in meiner Wohnung vorbei und kann immer noch nicht fassen, dass das nun wirklich einfach mein Platz ist, meine vier Wände, mein Königreich. Es fühlt sich gut und richtig an.
Mittlerweile funktionieren Strom und warmes Wasser, das Wohnzimmer ist fertig (ich brauche nur noch einen TV+Schrank), im Schlafzimmer ist noch ein wenig Umzugschaos, dafür stehen aber alle Möbel. Und in der Küche fehlt eben noch eine Küche. Da habe ich mir schon was ausgesucht, muss nur noch die Zeit finden dann ins Möbelhaus zu fahren.
Bald gibt es dann auch noch Internet und Telefon und damit wäre eigentlich fast alles erledigt.
Vor ein paar Wochen hätte ich nicht gedacht, dass ich das schaffe. Den Umzug, mich um alles kümmern. Aber es ist geschafft. Und es ist ganz allein für mich.

Das alles muss weg, das alles muss neu.
Steine schmelzen, Scherben fliegen, gradeaus auf neuen Wegen
durch den Feuerregen

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