Und ich frag‘ mich was noch kommt

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Heute war wirklich ein schöner Tag. Einen lieben Menschen treffen, die Sonne genießen und durch meine geliebte Heimatstadt streifen tat einfach gut.
Jetzt liege ich hier rum, die Füße tun mir weh, und überlege was ich auf jeden Fall noch einpacken muss für die Klinik.

Heute war ich tatsächlich das allererste Mal in der Kirche, in der meine Eltern geheiratet haben. Es fällt mir schwer mir vorzustellen, dass die beiden vor 3 Jahrzehnten dort standen, sich liebten und zueinander „Ja“ sagten.
Von meinem Vater habe ich selten etwas positives über meine Mutter gehört. Nie könnte es aber auch ziemlich gut treffen.
Mittlerweile bin ich selber groß und kann mir ein Bild machen. Als Kind war meine Mutter für mich alles, was mein Vater nicht war. Auch heute ist sie das noch größtenteils. Nur ist mein Idealbild von ihr nicht mehr da. Als Kind habe ich das gebraucht, sonst hätte ich die kranke Welt meines kranken Vaters nicht überlebt.
Meine Mutter ist im Prinzip genauso krank wie mein Vater. Nur auf eine andere Art. Mit solchen Eltern kann man im Prinzip nur Banane werden.
Anders als die beiden versuche ich das ganze aber zu bearbeiten. Was auch immer bei ihnen schief lief, ich bin diejenige die es ausbaden muss.
Und nun versuche ich aus dem Abend noch was zu machen, rege mich weiter über Fußball auf und packe für die Klinik.

Alles wird besser
doch nie wieder gut
Alles wird schöner
doch nie wieder heiß

Keiner Fieber brennt
nichts in mir schreit
Warum tut mir nichts mehr weh

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