und ist es nicht gut, ist es verdammt nochmal nicht das Ende – NEIN!

Spür‘ wie dein Herz grad ’nen Schlag überspringt und wenn es – Kick Kick –
Alle Wände beben dann
Glaub ich fest, dass ein Text noch immer Leben retten kann,
dass den Liedern die man liebt immer Frieden inne liegt,
Noten ewig leben, kein Grab zu tief für die Musik.

Ich habe erst mit der Wohnungssuche angefangen und es ist mir jetzt schon zuviel. So wie mir vieles zuviel ist. Einkaufen zum Beispiel. Und Menschen. Vor allem Menschen. Macht ziemlich vieles ziemlich schwer. Einkaufen eben. Oder Bus fahren. Oder oder oder. Nahe kommen dürfen mir im Moment wirklich nur die ganz besonderen Menschen, ohne dass ich völlig durchdrehe.

Mein Tag heute war für meinen Geschmack zu voll. Mama & Maike, Wohnung kucken, Klinik fahren. Zuviel Menschen einfach. Wobei die Klinik okay war und schön, Mama und Maike auch. Ich glaube ich bin derzeit vor allem einfach mit mir selbst überfordert. Mit meiner ständig wechselnden Stimmung, mit dem Druck mich zu verletzen, mit den ab und an doch auftauchenden Suizidgedanken. Ein Thema, dass ich mit in die Klinik nehmen will. Dieses ständig überfordert-fühlen.

Ansonsten, ja. Ich versuche mein eigenes Reich zu finden, versuche den Tag so zu gestalten, dass ich damit klar komme und das drumrum auch irgendwie funktioniert. So werde ich morgen zu zwei Ärzten tappen, meine Medikamente irgendwo in einer Apotheke auftreiben, zu Mama fahren und sie und ihren Geburtstag feiern. Vielleicht dort schlafen. Mensch wegen Wohnung anrufen. Krankengeldzeug wegschicken. Mein Wochenende versuchen zu planen. Schon wieder viel zu viel für meinen Geschmack, aber alles Dinge, die einfach sein müssen.Wohnungssuche muss sein, Medikamente müssen sein, und Geld muss definitiv auch sein. Der Geburtstag meiner Mutter fällt da dann eben noch dazwischen. Es muss alles irgendwie funktionieren. Denn alles andere bedeutet Stillstand und damit auch den totalen Untergang.

Ich überlege oft, was an diesem Tag im Februar alles hätte anders laufen können. Nathalie redete später von neurologischen Schäden, ganz Unrecht hat sie nicht. Und trotz all der Gefahren, die ich damit eingehe, ich sehne mich nach einem Ende. Ich wünsche mir, dass dieser ganze Kram einfach aufhört, niemand etwas von mir will, ich einfach meine Ruhe habe. Vor allem vor mir selbst.

Der kleine Bruder schrieb gestern „Ist es nicht besser es zu versuchen und falsch zu machen (auch wenn es 100mal schief geht) als aufzugeben?“

Ja. Ist es irgendwie schon. Nur ist es so schwer. Und da sind die ganzen klugen Sprüche in meinem Kopf, hinfallen ist keine Schande – nur liegenbleiben bis zu am Ende wird alles gut und ich mag einfach nur schreien und schreien und schreien. Weil es sich so gar nicht nach gut werden und schaffen und allem anfühlt, weil ich mich unter der Decke verstecken mag und nie mehr rauskommen, weil ich einfach in Destruktivität versinken will. Aber genau das geht eben nicht, und der Teil, der das so sieht ist gerade einfach noch ein wenig stärker. Also aufstehen, Krönchen richten, und weitermachen. Immer und immer und immer wieder. Denn vielleicht ist es wirklich besser es zu versuchen und 100 Mal falsch zu machen als einfach aufzugeben.

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