Und jede Narbe zahlt sich aus

Und ich wache aus einem Albtraum auf, weil ich mir selbst in den Arm beiße. Jetzt tut mein Arm weh und ich bin wach, morgens um 5. Stehe völlig neben mir und versuche erstmal in der Welt anzukommen.
Dr House läuft, ich werde mir gleich eine Beschäftigung suchen. Obst schnibbeln und einfrieren zum Beispiel. Da mein Mixer ja auch gefrorenes Obst schafft ist das kein Problem.
Dann kann ich mir auch gleich überlegen was ich esse, denn mein Körper schafft es neuerdings sich zu melden wenn er Hunger hat, zumindest meistens. Und da Essen eh ein Problem ist mache ich mir auch keinen Kopf darum ob ich nun morgens Mittagessen futter oder abends Frühstück.
Vielleicht fahre ich heute irgendwo hin. Einfach ein bisschen weg und raus.
Dinge finden, die mir gut tun.
Vielleicht wusel ich auch ein wenig in meiner Wohnung rum, räume auf und dekoriere. Auch das tut mir eigentlich gut.
Aber erstmal werde ich Obst schrieben. Mit Dr House. Etwas mit den Händen tun ist gut. Es hält mich im Leben, holt mich zurück, erdet mich.
Auch wenn ich um diese Uhrzeit eigentlich lieber noch schlafen würde.
Aber: ich lebe noch. Ich sitze hier und atme,  atme ein und atme aus. Wieder einen dieser Kriege gewonnen.

Du kommst so selten oben an
und wenn dann nur an schlechten Tagen,
wenn man vom Leben gar nichts sehen kann.
Sind deine Taschen voller Staub,
weil dir nie jemand erklären konnte,
wie man Vergangenheit in „Sonst“ verstaut.

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