Was immer Du auch Leben nennst

Ich weiß nicht was los ist mit mir.
Gestern hätte ich eigentlich zum Arzt gemusst für einen neuen Krankenschein. Und ich hab es schon wieder vergessen.
Eigentlich müsste es mir gut gehen. Ich bin Zuhause, der Druck ist relativ gut kontrollierbar, ich habe lieben Besuch.
Aber ich bin einfach völlig am Ende. Ich habe das Gefühl kein bisschen Kraft zu besitzen, das Gefühl nur Leere und Schwärze in mir zu haben.
So sitze ich nun im Zug nach Hause, die Musik laut um die Gedanken für eine Weile zum Schweigen zu bringen.
Meine Ärztin fragte, ob sie was für mich tun kann. Ich glaube nicht. Es hilft nur abwarten, weitermachen, weiteratmen. Sie will so gerne helfen, irgendwas tun. Ich würde auch so gerne irgendwas tun, aber ich weiß nicht was. Die Dinge, die sonst helfen, die Halt und Struktur geben, mache ich alle schon. Trotzdem fühlt es sich an als ob ich versinke, untergehe in der Dunkelheit.

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Entweder heute oder morgen
wird’s besser und an sich…
Trotz dem Wissen, dass es anders sein kann, dass es vorbei geht, dass es nicht immer dunkel sein wird, fühlt es sich an als ob es nie enden wird. Es fühlt sich an wie das erste Mal, wie das erste schwarze Loch, dass alles verschlingt und mich nie wieder freigibt.
Am liebsten würde ich mich in Stücke schneiden, jeden Zentimeter Ich zerstören. Aber ich versuche durchzuhalten, stark zu sein, auch wenn ich nicht weiß woher ich die Kraft dafür nehmen soll.
Finalgon brennt auf meinem Arm, Jupiter Jones singt in meinem Kopf. Realität, festhalten. Nicht aufgeben, weiter atmen, weiter kämpfen.

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