#welcometomidnight

Ein weiteres Jahr geht zuende. Ich möchte die geliebte Tradition aus „meinem Forum“ fortführen und das Jahr mit dem Jahresrückblick beenden.

Was hast du in diesem Jahr gelernt? Woran bist du gewachsen?

Ich habe gelernt, dass Aufgeben keine Option ist. Dass es immer weiter geht. Ich bin an meinem Studium gewachsen, an den verschiedenen Aufgaben als Vertretung der Studierenden in Gremien, an den kleinen und großen Katastrophen des Jahres.

Womit hast du angefangen?

Wieder zu genießen, kleine und große Momente achtsam wahrzunehmen. Positives zu akzeptieren und mich auch daran oder darüber zu freuen. Mir selbst ein wenig mehr zu vertrauen.

Worauf bist du stolz?

Auf mich. Auf meine Leistungen im Studium, auf ein weiteres Jahr ohne Selbstverletzung, auf die Krisen, die ich gemeistert habe.

Womit hast du aufgehört/abgeschlossen?

Ein wenig damit mich immer an „normalen“ Menschen zu messen, ein weiteres Stück mit der Selbstverletzung und der Suizidalität.

Schönster Moment des Jahres?

Der Abend nach dem Fakultätsrat, mit viel Alkohol und zwei tollen Menschen auf dem Balkon, die Nachricht mit „ich glaub wir müssen reden“ die ich irgendwann schrieb. Die Antwort darauf, die vielen Freudentränen und dieser wunderbare Mensch, der seitdem an meiner Seite ist. ❤️

Schlimmster Moment? (Und evtl. Erkenntnisse daraus?)

Da gab es zwei.

Der Abend im Januar, an dem am Bahnhof eine Frau von einem Mann festgehalten wurde und um Hilfe schrie. Die Panikattacken, die seitdem wieder da sind. Erkenntnis daraus, dass ich wohl doch eine Traumatherapie brauche, um endlich abschließen zu können.

Und die Tage und Nächte, in denen mein Katerkind verschwunden war, die Angst und Panik, bis er endlich wieder Zuhause war. Erkenntnis daraus, dass ich selbst diese grausamen Momente, in denen alles schwarz ist und es nur Schmerz und Dunkelheit gibt, irgendwie überstehen kann und ich nicht alleine bin.

Wem sagst du danke – und wofür?

Frau Schatz. Dafür, dass sie in meinem Leben ist und gemeinsam mit mir durch die schönen und weniger schönen Momente geht.

Der Fee J. für ihre Freundschaft, den denkwürdigen Abend auf dem Balkon, die Zigarettchen an stressigen Tagen, für Umarmungen und Liebe Worte.

Meinen dbt-Mädels für die Freundschaft, für die Nähe zwischen uns trotz der Entfernung und für das Gefühl verstanden zu werden.

Bavaria, vor allem dem Weiberhaufen, fürs jederzeit ein offenes Ohr haben, fürs lustige Momente teilen und in schweren Momenten da sein.

Dem Herrn Krisenmensch (und dem Team). Für Gespräche und das Mittragen von Krisen und für die Unterstützung in guten und schlechten Phasen.

Fylgja fürs Schreiben und Telefonieren und die süße Post immer wieder.

Und all den anderen tollen Menschen, die mein Leben ein wenig bunter machen.

Was bringt 2019/ Was wünschst du dir für 2019?

Ich wünsche mir endlich die dbt-Mädels wieder zu treffen. Mehr Gelassenheit und Selbstvertrauen bei den Klausuren. Etwas mehr Achtsamkeit und weniger Panik. Viele tolle Momente mit Frau Schatz. Sommerabende auf J.s Balkon, mit Alkohol und Lachen. Die Kraft für ein weiteres Jahr ohne Selbstverletzung.

Unvergessenswertes?

Das Katerkind zu hören, wie er plötzlich in die Küche springt nachdem er so lange verschwunden war.

Mein Geburtstag, den ich auf der Semesterparty gefeiert habe.

Der Moment nach der letzten Klausur, wenn die ganze Anspannung abfällt. Gemeinsam mit den Kommilitonen feiern.

1000 Tage ohne Selbstverletzung.

Weihnachten mit Frau Schatz.

#into19

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