Wenn das Hafenbecken überläuft dann tauchen wir nach Glück

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Und wieder war die Fensterbank ein treuer Freund. Es gab viele Momente voller Tränen, Momente der Anspannung, lustige, schöne und komische Momente. Aber vor allem waren es alles gute Momente, denn sie haben mich weiter gebracht auf meinem Weg. Hin zum Entschluss, hin zu der jetzigen Lösung.

Nur ich kann mein Leben ändern. Nur ich kann diesen Weg gehen. Auch wenn es durchaus Momente gibt in denen ich gar nicht mehr gehen will.

Der Chefarzt meinte, ich soll versuchen bewusst Raum für solche Momente schaffen. Es dann annehmen, akzeptieren, dann wieder aufstehen und weiter machen. Nathalie kam gestern mit radikaler Akzeptanz. Recht haben sie, beide.

Und so sitze ich nun auf dem Sofa mit Musik, eingewickelt in meine Kuscheldecke, freue mich auf Morgen und das Wochenende, fühle mich mit der Klinik im Rücken sicher und bin gerade einfach nur hier und jetzt am Leben.

Aus den frischen Wunden sind Narben geworden in den letzten Tagen. Ich habe das Gefühl endlich einen Weg zu haben mit der aktuellen Situation umzugehen. Akzeptieren, dass es aktuell einfach so ist, dass ich nicht kann wie ich will und einfach wirklich Zeit brauche, ich glaube das wird noch ein wenig dauern. Aber der Anfang ist gemacht.

Und morgen werden meine Gedanken immer wieder in BaWü sein. Dein Körper wird seine letzte Reise antreten. Ich hoffe, du kannst von oben herunter schauen und dich einfach besser fühlen als auf dieser Welt.

 

Weil wir immer wieder Licht seh’n,
Licht seh’n, licht seh’n…
Weil wir immer wieder aufsteh’n,
aufsteh’n, aufsteh’n
Unsre Köpfe in den Sturm dreh’n
Köpfe in den Sturm.
Bis wir wieder Licht seh’n
Licht seh’n, Licht seh’n

Bis wir wieder Licht seh’n…

Bis wir wieder aufsteh’n…

 

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